LAST UPDATE: 01/09

Sitemap / About / FAQ / Opinions / Contact / Home

 
NAVIGATION

+ News
+ Introduction
+ History
+ Dive Watch Reviews
+ Crown Types
+ Bezel History
+ Watch Names
+ Collectors’ Guide
+ Signs
+ Hard Hat Times
+ Collectors
+ Overhauls
+ Web Survey
+ Rolex Purchase
+ Women
+ Toy Story
+ Gallery
+ Links

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

       CONTENT

Under Pressure
Eine Zeitreise: Die Highlights auf dem Weg nach unten

Die Faszination für diesen gigantisch grossen Lebensraum unter der Wasseroberfläche, für den der Mensch nicht geschaffen wurde, ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Und die Vorstellung, das Meer sei eine unerschöpfliche Quelle an Nahrung und Rohstoffen, führten speziell in den 60ern zu nie da gewesenen Anstrengungen, dauerhaft neue Tiefen zu erkunden. Technologische Revolutionen, militärische Interessen und der damals allgemein herrschende wirtschaftliche Aufschwung begünstigten diese scheinbare Eroberung der Tiefe (und natürlich auch weitere Meilensteine ausserhalb des Wassers). – Ein Lebensraum, der übrigens noch immer zu den unerforschtesten überhaupt zählt. Das National Geographic Magazin bringt es dementsprechend auf den Punkt: "More People have visited the moon than the deepest part of the ocean".

Ein weiterer Faktor ist im Offshore-Bereich zu finden, der unter anderem dank Nordseeöl ebenfalls Mitte der 60er sowohl Sättigungstauchen auf den Plan rief, als auch den Bedarf nach Tauchfahrzeugen enorm steigerte. - Denn auch die Ölkonzerne zog es nun immer mehr in die Tiefe.

Ebenfalls in diesen Zeitraum fallen die Bemühungen der Uhrenindustrie, diesen neuen Bedürfnisse mit immer tiefseetauglicheren Uhren gerecht zu werden. – Oder, beobachtet man die Verbreitung des Tauchsports, überhaupt den neuen Bedürfnissen der stetig wachsenden Gruppe der Freizeit-Taucher gerecht zu werden. – Retrospektiv gesehen eine der grössten Herausforderungen für jeden Uhrenhersteller, schliesslich mussten diese neuen Taucheruhren gleichzeitig enorm robust, wasserdicht und jederzeit ablesbar sein. Und nicht zuletzt in jedem Aspekt zuverlässig, vertrauten Taucher ihren Uhren damals doch zu einem signifikanten Teil ihr Leben an. 

Dennoch begegnete man der wasserdichten Uhr in etwa gleich skeptisch, wie der Armbanduhr in ihren Anfangsjahren. So lässt sich zum Beispiel noch in der "Uhrmacher-Woche" des Jahres 1942 folgender Absatz finden: "Als die dichte Uhr vor 15 Jahren auf den Markt kam, hielt mancher sie für eine der vielen Modetorheiten oder für einen Werbetrick, denn schliesslich ist ja nicht unbedingt notwendig, beim Baden eine Uhr zu tragen..." - Die Einschätzung war nicht ganz korrekt, wie uns die letzten Jahrzehnte lehrten.

Die Geschichte der Taucheruhr und vor allem deren bis heute ungebrochene Faszination wird vielleicht etwas greifbarer, wenn man einige Meilensteine des Menschen auf seinem Weg nach unten mit einbezieht, wo immer möglich/bekannt, natürlich in Verbindung mit einigen Meilensteinen der Uhrenindustrie:

IMAGES


 

Anmerkung: Die nachfolgende Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wird laufend aktualisiert und ergänzt (insbesondere im Bereich der Uhren-Meilensteine); - die Verifikation von Daten sowie die Recherche zu diesem eher ehrgeizigen Global-Thema nimmt jedoch einiges an Zeit in Anspruch.

     
7000 bis    
2500
v.Chr.:

Perlen- und Perlmut-Funde des babylonischen Reichs aus einer Zeit um 4500 v.Chr. galten lange Zeit als erster Beweis für die Taucherei. Seit 2012 gilt indes der Fund einer Perle in einem über 7000 Jahre alten neolithischen Grab als bedeutend früherer Beweis der Taucherei.

Um 2500 v.Chr. finden sich bereits Hinweise auf den (eventuellen) Einsatz von Tauchglocken, unter anderem auch durch Alexander dem Grossen.

 
     
1331:

Erste Überlieferung von Taucherbrillen aus Schildkrötenpanzer (poliert bis zur Transparenz) bei Tauchern am Persischen Golf.

 
     
1445:

Während des Alten Zürichkrieges entwickelt ein erfinderischer Werksmeister der Stadt Rapperswil einen Ring mit drei Haken, der anschliessend mit Hilfe eines Tauchers auf einem Baumstamm vor der Stadt im Zürichsee versenkt wurde. Das Resultat dieses sehr frühen Einsatzes eines "Kampftauchers": Das feindliche Floss „Bär“ der Schwyzer konnte dadurch gefangen und zur besseren Bekämpfung fast bis an die Stadtmauern herangezogen werden.

 
     
1531:

Der vermutlich erste gezeichnete Entwurf einer (ernst zu nehmenden) Taucherglocke taucht auf; angefertigt vom Italiener Guglielmo Lorena.

 
     
1578:

Der Engländer William Bourne beschreibt erstmals ein tauchfähiges Boot, das bereits über die wesentlichsten Merkmale eines U-Bootes verfügt. Gebaut wurde es hingegen nicht.

 
     
1626:

Der Mechaniker und Chemiker Cornelius Van Drebbel testet mit dem Segen von König Jakob I. von England das erste funktionierende Unterseeboot auf der Themse. Tauchtiefe: 3,6 Meter.

 
     
1690:

Der revolutionäre Vorläufer der modernen Taucherglocke wird durch den englischen Wissenschafter/Astronomen Edmond Halley vorgestellt.

 
     
1773:

Der englische Lord Sandwich, damals Marineminister, befiehlt die erste U-Boot-Rettungsaktion, nachdem das "U-Boot" eines eher leichtsinnigen (und schlecht rechnenden) Zimmermanns namens John Day vor Plymouth in einer Tiefe von 40 Metern zusammenbrach und sank (Anmerkung: Motivation für dieses Wagnis war eine Wette).

 
     
1776:

Mit der von David Bushnell entwickelten, manuell bedienten Turtle (siehe Abbildung) erfolgt während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges die erste militärische Nutzung eines U-Bootes überhaupt: Ein Seargent der Continental Army, Ezra Lee, sollte mit ihr unter die britische HMS Eagle tauchen, einen Bohrer ansetzen und dann eine ca. 70 kg schwere Sprengladung anbringen und schliesslich durch eine Reissleine zünden.

Der Plan misslang: Der Bohrer vermochte wahrscheinlich den Schiffsrumpf nicht zu durchdringen (oder Lee kam erst gar nicht so weit), die Turtle wurde zu allem Unglück auch noch entdeckt. Während der anschliessenden Verfolgungsjagd zündete Lee die Sprengladung und entkam dank der entstehenden Verwirrung. Nach zwei weiteren erfolglosen Einsätzen ging die Turtle unspektakulär verloren. (Anmerkung: Als Grund des Nichtgelingens wird oftmals die Kupferbeplankung der Eagle genannt; wahrscheinlich erhielt die Eagle diese aber erst später.)

 

     
1790:

Mit dem Einsatz von manuell bedienbaren Frischluftpumpen konnten Tauchglocken erstmals effektiv eingesetzt werden, da nun permanent Frischluft nach unten gepumpt werden konnte. 

 
     
1797:

Der deutsche Erfinder Karl Heinrich Klingert stellt in seiner "Beschreibung einer in allen Flüssen brauchbaren Tauchermaschine" einen autonomen Taucheranzug vor.

Mit einem von ihm entwickelten Anzug (siehe Abbildung), bei dem Arme und Beine ungeschützt blieben, trennt ein Taucher im selben Jahr einen Baumstamm in der Oder durch (deshalb gerne mit einer Axt gezeigt, obschon deren Einsatz unter Wasser eher fraglich gewesen dürfte).

     
1801:

Mit der von Robert Fulton entwickelten Nautilus wurde zwar der erste brauchbare Entwurf eines militärischen U-Bootes vorgestellt, jedoch das Konzept an sich sowohl von den Franzosen als auch den Engländern als „hinterhältig“ und „unehrenhaft“ abgewiesen. Das U-Boot kam nie zum Einsatz, geht aber als das a) erste im Regierungsauftrag gebaute und b) erste metallene U-Boot in die Geschichte ein.

 
     
1819:

Der ehemalige deutsche Artillerieoffizier, dann Uhrmacher und Kupferschmied August Siebe entwickelt eine vielversprechende Version eines Helmtauchgeräts, das über einen Schlauch von oben mit Luft versorgt wurde.

 
     
1820:

Der Engländer Thomas Hancock schafft es, Leder und Baumwolle mit Kautschuk zu überziehen und legt damit einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung kommender Helmtauchanzüge.

 
     
1837:

August Siebe, mittlerweile nach England ausgewandert, entwickelt (nach jahrelangen, erfolgreichen Erfindungen zur Luft-Versorgung unter Wasser) den Ur-Typ des Helmtauchanzugs, welcher drei Jahre später bei der Hebung der gesunkenen Royal George in England zum Einsatz kam.

 
     
1850:

Während des Krieges zwischen Dänemark und Preussen schaffen es der bayrische Artilleriefeldwebel Wilhelm Bauer und seine zwei Seeleute zum ersten Mal, aus einem gesunkenen U-Boot zu entkommen, nämlich aus dem Brandtaucher (Anmerkung: Gelegentlich auch mit 1851 datiert).

Bauer verwendet die kommenden Jahre zur Verbesserung von U-Boot-Modellen.

 

     
1863:

Die von Horace L. Hunley für die Konföderierten gebaute Hunley läuft vom Stapel und versenkt (nachdem es selbst mehrmals gesunken war und u.a. auch seinen Erbauer das Leben kostete) 1864 im amerikanischen Bürgerkrieg als erstes U-Boot der Geschichte ein Schiff, die USS Housatonic (Union), und zwar mit einem Stangentorpedo. Aus ungeklärten Gründen überlebte auch diese Crew der Hunley dieses Manöver nicht, das U-Boot sank.

 
     
1864:

Erster Einsatz von elektrischem Licht unter Wasser durch Ernest Bazin.

 
     
1865:

Der selbe Ernest Bazin entwickelt den Vorläufer der Bathysphäre und taucht auf die niemals zuvor erreichte Tiefe von 75 Metern.

 
     
1870:

Der Amerikaner John Philip Holland konzentriert sich auf die Konstruktion von U-Booten und gilt heute, nach unzähligen mehr oder weniger erfolgreichen Entwürfen (wie z.B. die 1881 vorgestellte Fenian Ram), als Vater des modernen Unterseebootes.

 
     
1880:

George W. Garretts Resurgam (siehe Abbildung), das vermutlich erste U-Boot der Welt mit Dampf-Antrieb, geht vor Wales unter. (Anmerkung: Den Titel erstes maschinell angetriebene U-Boot beansprucht die französische Le Plongeur, die 1863 in Dienst gestellt wurde.)

Der deutsche Kaiser Wilhem I bestellt bei der damaligen Firma Graef (später Girard-Perregaux) 2000 Exemplare einer Armbanduhr für seine Marine-Offiziere. - Der revolutionäre Ansatz, eine Uhr am Handgelenk zu tragen, sollte sich erst ein paar Jahrzehnte später durchsetzen, aber damit war bereits eine der ersten grossen Bestellungen für Armbanduhren erfolgt.

 

 

 
1885:

Das von Benoît Rouquayrol und Aguste Denayrouze 1867 mit grossem Erfolg vorgestellte (bereits 1860 in den Grundzügen patentierte) Regulatortauchgerät wird rund zwanzig Jahre nach der französischen Marine auch bei der kaiserlichen deutschen Marine eingeführt. (Anmerkung: 1870 wurde vermutlich genau dieser Apparat in Jules Vernes „20000 Meilen unterm Meer“ erwähnt.)

 
 

 

 
1889:

Balsamello erreicht mit einer Bathyspäre 130 Meter Tiefe.

 
 

 

 
1896:

Die von Maxime Laubeuf konstruierte Narval gewinnt einen französischen Regierungswettbewerb; sie gilt als das erste autonome Unterseeboot, da sie ihre Batterien auf See selbst aufladen kann.

Ebenfalls tauchen etwa in dieser Zeit die ersten Patente zur Abdichtung von Taschenuhren auf: Am 24. Februar reicht beispielsweise der Franzose Henri Guye als vermutlich erster ein Patent für eine Taschenuhr ein, deren kritische Elemente mit Dichtungen vor Wasser geschützt waren.

Zeitgleich arbeitet Vacheron Constantin ebenfalls an einer wasserdichten Taschenuhr, die im Folgejahr unter der Bezeichnung "Imperator" der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

 
 

 

 
1899:

Basierend auf einem Entwurf des Franzosen Claude Goubet sticht das erste Touristen-U-Boot in See.

 
 

 

 
1905:

Der Engländer Haldane entwickelt die ersten Tauchtabellen, um beim Aufstieg aus 60 Metern Tiefe die gefürchtete Caissonkrankheit zu verhindern.

 
 

 

 
1909:

Der amerikanische Marine-Offizier Harry Adams stellt in 88 Meter Tiefe einen Tauchrekord mit einem Helmtauchgerät auf.

 
 

 

 
1912:

Das deutsche Unternehmen Dräger entwickelt das erste schlauchlose und somit autonome Helmtauchgerät.

Zur Zeitmessung werden u.a. Halterungen für Taschenuhren im Innern des Helms angebracht (siehe Abbildung und hier).

 

 

 
1918:

Rund 372 deutsche U-Boote haben bis zu diesem Zeitpunkt die traurige Zahl von 4837 Handelsschiffen versenkt und bewiesen die Effektivität von U-Boot-Flotten im Krieg. Aber nicht nur das: Im Handelskrieg hatten sich die deutschen U-Boote als eine der entscheidendsten Waffen erwiesen und sogar die stolze, erfolgsverwöhnte englische Marine ungewohnt nahe an eine Niederlage gebracht.

 
     
1926:

Der Franzose Yves le Prieur zweckentfremdet Druckluftflaschen von Michelin und taucht mit 3 Liter Pressluft pro Flasche in einem Pariser Schwimmbad. 1933 stattet er sein Gerät mit einer Vollgesichtsmaske aus.

Vereinzelte Uhrenmodelle mit Kronendichtungen tauchen auf (Abbildung: Ein Modell der Marke Aquatic aus dem Jahr 1925).

 

 

 
1927:

Die englische Sekretärin/Stenotypistin Mercedes Gleitze durchschwimmt in etwas über 10 Stunden (Anmerkung: einzelne Quellen nennen 15 Stunden, 15 Minuten) den rund 30 km breiten Ärmelkanal; begleitet von einer Rolex Oyster. Der Beweis der Tauglichkeit wasserdichter Uhren war erbracht. - Rolex hatte es als erster Hersteller geschafft, Armbanduhren an Boden, Glas und Krone dauerhaft vor Wassereintritt zu schützen und dies publikumswirksam zu vermarkten; und spätestens mit der Einführung des automatischen Aufzugs dank Rotor (1931) durch Rolex musste die wegweisende, verschraubte Krone der hermetisch abgeschirmten "Auster" auch nur noch ganz selten geöffnet werden (ein frühes Modell des Herstellers - siehe Abbildung).

 

 

 
1927:

Der französische Kapitän Louis Marie de Corlieu fertigt erste Schwimmhilfen; aber nicht, um dem Taucher das horizontale Vorwärtskommen zu erleichtern, sondern primär, um die Überlebenschancen von über dem Meer abgestürzten Piloten und Schiffbrüchigen zu steigern.

 
     
1929:

Philip Van Horn Weems meldet das Patent einer Drehlünette zur einfachen Synchronisation mit einem Zeiger an. Das Patent wurde 6 Jahre später erteilt und fand schnell Einzug in diverse Fliegeruhren, darunter von Omega, Jaeger-LeCoultre (siehe Abbildung eines Modells aus dem Jahr 1941), Movado, Zenith und der natürlich prominentesten Vertreterin, der Longines Weems.

Es handelt sich dabei zwar nicht um den ersten Einsatz einer Drehlünette auf einer Uhr, aber deren Ausführlichkeit kann als wichtiger Grundstein für kommende Drehringe (siehe auch hier) für den Einsatz unter Wasser gewertet werden.

     
1931:

Unter der Bezeichnung „Perpetual“ lanciert Rolex erste Uhren mit automatischem Aufzug, einem Prinzip, das sich in dieser Form über die gesamte Uhrenentwicklung erstrecken sollte. Gleichzeitig wurde dadurch der Werkaufzug von der Krone autonomer – verschraubte Kronen konnten nun – im Vergleich zu Handaufzugswerken - langfristig verschlossen bleiben.

 
     
1932:

Unter der Referenz CK 679 wird die Omega Marine lanciert (siehe Abbildung). Ihre Besonderheit: Sie verfügte bereits über ein Saphirglas und bot dank zweitem Stülp-Gehäuse (Pat. 146.310 von 1930) zuverlässig Schutz vor Wasser. Die Marine darf retrospektiv für sich den Titel "erste Taucheruhr" in Anspruch nehmen, selbst wenn ihr ursprünglicher Einsatzzweck nicht explizit das Tauchen war, sondern die Verwendung als robuste Uhr in allen Situationen zum Ziel hatte. Die dokumentierten Tauchgänge starten vier Jahre später, als eine Marine erfolgreich auf eine Tiefe von 73 Metern im Genfersee versenkt wurde.

Im selben Jahr benutzte auch der amerikanische Zoologe und Tiefseeforscher William Beebe eine Omega Marine - er erreichte im Pazifik eine Tiefe von 14 Metern (mit einem Helmtauchgerät). Und 1937 wurde eine Omega Marine gar erfolgreich einer zwar simulierten aber dennoch beachtlichen Tauchtiefe von 135 Metern ausgesetzt. Ein weiterer prominenter Träger findet sich in der Person von Yves Le Prieur (siehe 1926). Der kommerzielle Erfolg dieser sehr frühen und ebenfalls von Cartier und Tiffany verkauften "Taucheruhr" blieb indes aus, da die Uhr fürs Aufziehen täglich geöffnet werden musste.

 

 

 
1932:

Ebenfalls im Jahre 1932 soll der Pascha von Marrakesch bei Louis Cartier den Wunsch geäussert haben, auch im Swimming-Pool stets die exakte Zeit zu kennen. Es entstand wohl die erste Pasha mit der charakteristischen kleinen Kronenkappe.

 
 

 

 
1933:

Louis Marie de Corlieu (siehe 1927) erhält nach Jahren der Tüftlerei in Frankreich sein erstes Patent für aus Gummi gefertigte Flossen. Vermutlich setzte er zwischen zwei Gummiplatten noch zusätzlich ein Sägeblatt ein, um die Stabilität zu erhöhen. Dies gilt als die Geburtsstunde der bis heute gebräuchlichen Flossen, auch wenn die Erfindung damals noch auf kein allzu grosses Interesse stiess (Anmerkung: Perlentaucher in der Südsee, Leonardo da Vinci und manch anderer erfinderischer Geist hatten im Prinzip schon sehr viel früher auf ähnliche Schwimmhilfen gesetzt; dennoch basiert die industrielle Fertigung sowie der professionelle Einsatz von Flossen grundsätzlich auf dem Patent De Corlieus). Mit dem Zweiten Weltkrieg sollte sich dieses Desinteresse schlagartig ändern.

 
     
1934:

Nachdem William Beebe gemeinsam mit dem Ingenieur Otis Barton das Konzept der Bathysphäre (siehe Abbildung) perfektioniert hatte, erreichten sie auf der 32. Fahrt in ihrer Tauchkugel Bathysphere erstmals 923 Meter Tiefe.

Mido setzt bei seiner Multifort-Linie zum ersten mal auf die Aquadura-Dichtung, basierend auf Kork. Das erste Modell war bis 30 Meter wasserdicht, das Dichtungssystem findet bis heute Verwendung.

     
1936:

Die erste Nation der jüngeren Zeitrechnung, die auf Kampftaucher setzte, reanimiert nach den Erfolgen im Ersten Weltkrieg ihre Bemühungen zum Aufbau einer einsatzbereiten Einheit - die italienische Marine gründet nämlich ihre schon bald legendäre Kampfschwimmertruppe (ab 1942 Gamma genannt). Ausgerüstet mit zweiplätzigen, steuerbaren Torpedos, sogenannten Taschenunterseebooten resp. auch "Maiali" (Schweine) genannt, beschädigten diese als "Incursori" bekannten Taucher z.B. 1941 zwei grosse englische Schlachtschiffe (Valiant und Queen Elizabeth) im Hafen von Alexandria so stark, dass sie für einige Zeit ausser Gefecht gesetzt sind. England übernahm daraufhin die italienische Technik für die eigenen Truppen, und Kampfschwimmer-Einheiten wurden weltweit zum festen Bestandteil fast aller Armeen. Die Italiener dürften ebenfalls die ersten (westlichen) Taucher gewesen sein, die das Potential von Schwimmflossen für Kampfeinsätze erkannten. Und sie dürften wohl der Grund für die Wortschöpfung "Froschmänner" gewesen sein.

Begleitet wurden die italienischen Taucher (ca. ab 1938) von, speziell im Auftrag von Panerai mit Rolex-Komponenten hergestellten, insgesamt wenigen hundert Uhren (wasserdicht bis 30 Meter), nachdem kein bestehendes Uhren-Modell die vorhergehenden Versuche überstand. (Anmerkung: Panerai stellte als Hoflieferant der italienischen Marine bislang ausschliesslich Torpedozünder, Kompasse, Tiefenmesser etc. her und betrat mit der Uhrenfertigung Neuland.) Ebenfalls wurden offenbar einige wenige unsignierte Panerais durch den damaligen italienischen Rolex-Importeur direkt an die deutschen Kampfschwimmer geliefert, nachdem Italien nicht mehr als Bündnispartner verfügbar war.

 

 

 
1936:

Der Franzose Paul Dubois fertigt in diesem Jahr die erste standardisierte Taucherbrille unter dem Marken- und Produktnamen Squale Lux (Anmerkung: Die Entstehung der Vollgesichts-Tauchmaske dürfte Japan zugeschrieben werden, wo vermutlich bereits 1918 solche Modelle auftauchten). Zwei Jahre später erhält Maxime Forjot das Patent für die Voll-Gesichtsmaske, bei der wie beim japanischen Modell die Nase mit eingeschlossen war (und somit die Funktion des Druckausgleichs übernehmen konnte).

 
 

 

 
1937:

Der Ingenieur Max Gene Nohl erreicht während eines Selbstversuchs mit Heliox-Gasgemisch (80% Helium, 20% Sauerstoff) im Michigansee die Rekordtiefe von 126 Metern. Er verwendete dazu ein schlauchloses Helmtauchgerät eigener Konstruktion.

 
 

 

 
1939:

Patentierung des von Alec Kramarenko entwickelten Schnorchels mit Ventil.

 
 

 

 
1939:

Rettungstaucher der amerikanischen Marine bringen in 73 Metern Tiefe eine Rettungskammer an der gesunkenen USS Squalus an und befreien dadurch 33 Mitglieder der Schiffsbesatzung. Es handelte sich hierbei nicht nur um eine der dramatischsten Rettungsaktionen unter Wasser, sondern auch um den ersten praktischen Einsatz von Heliox-Atemgeräten.

 
 

 

 
1940:

Die Royal Navy schafft eine kleine Anzahl von Rolex Oysters an und stattet damit ihre Taucher aus.

 
 

 

 
1943:

In den Staaten wird der Vorläufer der UDTs (Underwater Demolition Teams) ins Leben gerufen - ausgerüstet werden sie mit sog. "Canteen Watches" von Hamilton und Elgin. Diese Uhren waren wasserdicht bis 50 Fuss Tiefe und fielen durch ihre überdimensionierte Krone auf - in Tat und Wahrheit eine Kappe zur Abdichtung der eigentlichen Krone. Überraschend ähnliche Uhren werden ebenfalls von den sowjetischen Streitkräften verwendet. Übrigens: Im 1951 erschienen Klassiker "The Frogmen" (zweifach für den Oscar nominiert) haben zumindest die Modelle von Hamilton eine adäquate Nebenrolle.

 

 

 
1943:

Der kanadische Ingenieur Emile Gagnan und der französische Marineoffizier Jacques-Yves Cousteau perfektionieren das von Rouquayrol und Denayrouze entwickelte Regulatortauchgerät (siehe 1885). Die "Aqua-Lunge", ein autonomes Drucklufttauchgerät, ermöglicht Tauchgänge bis in 40 Meter Tiefe mit einem Vorrat von 1500 bis 4000 Liter Luft während ein bis zwei Stunden. Sie legen dadurch den technischen Grundstein für die folgende rasante zivile Verbreitung des Tauchsports (und schufen somit eigentlich auch den neuen Massenmarkt für Uhrenhersteller). Die Berichte/Dokumentationen Cousteaus sowie des Wiener Zoologen Hans Hass sorgten für die notwendige Propagierung.  

 
 

 

 
1943:

Ebenfalls in diesem Jahr stellt Georges Commeinhes vor Marseilles einen Tiefentauchrekord von 53 Metern auf; er benutzte hierzu ein selbst entwickeltes Druckluftgerät. Vier Monate später wurde der Rekord durch Frédérique Dumas, einem Freund Cousteaus, auf 62 Meter gesteigert.

 
 

 

 
1947:

Der englische Versuchstaucher Wilfried Bollard bricht während eines militärischen Experiments unter der Leitung von William Shelford mit 165 Metern Tiefe den Helium-Tiefenrekord den seit zehn Jahren gültigen Rekord von Gene Nohl (siehe auch 1937).

 
 

 

 
1948:

Die ersten Uhren von Omega mit der Modellbezeichnung "Seamaster" erobern den Markt; mit besonders zuverlässigen und widerstandsfähigen Uhren erlangt die Linie klassischer Armbanduhren für alle Gelegenheiten schnell einen legendären Ruf. Das Seepferd als Symbol der Linie wird 1955 eingeführt.

 
 

 

 
1951:

William Beebe stellt in seiner Bathysphere Benthoscope mit rund 1360 Metern erreichter Tauchtiefe einen neuen Tiefenrekord auf (Anmerkung: Einzelne Quellen verweisen auf Otis Barton als Insasse).

 
 

 

 
1951:

An Bord eines umgebauten Minenräumungsboot startet Cousteau zu einer Expedition im Roten Meer - es sollte die erste für das wahrscheinlich berühmteste Forschungsschiff überhaupt werden, die Calypso.

 
 

 

 
1953:

Der Schweizer Auguste Piccard erreicht mit dem Bathyskaphen Trieste (benannt nach der Stadt Triest, deren Bevölkerung massgeblich finanzielle Unterstützung für den Bau bereitstellte) die damalige Rekordtiefe von 3150 Metern.

Begleitet werden sie erstmals von einer an der Aussenwand befestigten, speziell für diesen Zweck hergestellten Uhr Rolex (siehe hierzu auch Abschnitt 1960), der "Deep Sea Special", die den Abstieg mit Bravour überstand (Anmerkung: Ebenfalls lassen sich Hinweise darauf finden, dass Piccard mindestens bei einer seiner zig Expeditionen von einer Longines Armbanduhr begleitet wurde; welche und wann ist jedoch unklar).

 

 

 
1953:

Im selben Jahr wird an der Uhrenmesse Basel die Rolex Submariner (Ref. 6204), wasserdicht bis 100 Meter, vorgestellt, die heute als Synonym für die Taucheruhr gilt, mit äusserem Drehring zur Einstellung der Tauchzeit. Zu den ursprünglich geplanten Namen der Uhr zählten u.a. "Frogman", "Deep Sea Special" oder "Nautilus". Zu den ersten der prominenten Trägern gehörte der Unterwasser-Pionier Dimitri Rebikoff.

 
 

 

 
1953:

Blancpain stellt zeitgleich die ebenfalls mit Drehring ausgestattete Fifty Fathoms (50 Faden) vor. Sie war bis rund 100 Meter wasserdicht und fand u.a. Verwendung bei diversen Marinen, darunter der amerikanischen (u.a. als Tornek-Rayville) und der französischen (auf deren Verlangen und nach deren Vorgaben die Uhr ursprünglich entwickelt wurde). Vermutlich ist sie die erste Taucheruhr, die über einen einseitig rastenden Drehring verfügte.

Die Fifty Fathoms hatte 1956 auch einen Auftritt in Cousteaus weltberühmten Film „Le Monde du Silence“ (Welt des Schweigens). Gemäss einer von Rolex aufgelegten Broschüre zur Weltausstellung 1975 (Okinawa) wurden im Zuge dieser Dokumentation ebenfalls Submariners eingesetzt. Es ist dies hingegen der bislang einzige Hinweis, der auf eine Verbindung Cousteau/Rolex hinweist.

 

 

 
1954:

Die USS Nautilus (getauft im Gedenken an zwei frühere frühere US-U-Boote, an Fultons Nautilus und an Jules Vernes Nautilus) läuft vom Stapel. Es handelte sich um das erste atomar angetriebene (Militär-)U-Boot und ermöglichte zum ersten Mal völlige Autonomie von der Oberfläche. Lediglich Proviant und mentale Verfassung der Crew sollten von nun an eine Operations-Grenze darstellen. (Anmerkung: Erst 1969 lief das erste kernkraftgetriebene Forschungstauchboot, die NR-1 der US Navy, vom Stapel.)

 
 

 

 
1954:

Im selben Jahr erreichen die Franzosen George Houot und Pierre Willm vor Dakar mit dem Bathyscaphen FNRS 3 erstmals eine Tiefe von 4050 Metern.

 
 

 

 
1954:

Die Rolex Submariner (Ref. 6538) ist neu bis zu einer Tiefe von 200 Metern wasserdicht. (Anmerkung: Gelegentlich auch mit dem Jahr 1956 datiert, Rolex selbst gibt indes 1954 an)

 
 

 

 
1954:

Während der 37 Monate dauernden Moana-Expedition (Start: Juni) wurden Rolex Submariner bei rund 1000 Tauchgängen erfolgreich von den vier Initianten eingesetzt.

 
 

 

 
1954:

Panerai liefert eine kleine Auflage (rund 30 Stück) einer neuen Taucheruhr (siehe Abbildung) mit 8-Tage-Werk an die ägyptischen Streitkräfte - es ist dies die erste Panerai mit Drehring und sollte historisches Vorbild zur späteren Panerai Submersible werden.

 

 

 
1955:

Mit der bis 200 Meter wasserdichten Zodiac Sea Wolf betritt eines der am meisten eingesetzten Modelle dieser Epoche die Bühne, deren Produktion im Folgejahr voll anlief. Sea Wolfs wurden im Laufe ihrer langen Karriere nicht nur von Forschern und Tauchern geschätzt, sondern auch von diversen Spezialeinheiten, z.B. SEALs und UDT der amerikanischen Truppen eingesetzt. Im Jahr 1964 betrug die jährliche Produktionsmenge mehr als ansehnliche 10000 Stück.

 
 

 

 
1955:

Der Taucher Gordon McLean erreicht mit einem Scuba-Gerät 62,5 Meter Tauchtiefe vor Australien - Weltrekord. An seinem Handgelenk: Eine reguläre Omega Seamaster.

 
 

 

 
1956:

Das Pendant zur Rolex Submariner, die Tudor Sub, erscheint (einzelne Quellen erwähnen 1954 als Lancierungsjahr). Zwei Versionen, eine bis 100 Meter wasserdichte und eine bis 200 Meter (Ref. 6700) wasserdichte, werden angeboten. Erstgenannte letztmals im Jahre 1965. Im Jahre 1985 erhielt schliesslich auch die Tudor Sub (Ref. 9411/0) erstmals eine Datumsfunktion, und 1997 wurde das Modell letztmals im Rolex-Gehäuse angeboten (Ref. 79190).

In den 41 Jahren ihrer Produktion wurde die Wasserdichtheit nie höher als 200 Meter garantiert. Nachfolgemodell wurde die Tudor Prince Date Hydronaut (Ref. 89190P 93550), ebenfalls wasserdicht bis 200 Meter.

 

 

 
1957:

Die Omega Seamaster 300 (CK 2913), Ur-Modell aller folgenden Seamaster-Taucheruhren und wasserdicht bis 200 Meter, wird lanciert.

Sie ist nicht nur die erste explizit als Taucheruhr entwickelte Armbanduhr von Omega, sondern auch ausgestattet mit einem rastenden Drehring. Das Modell wird 1960 durch die Referenz CK 14.755 abgelöst, 1962 folgt die äusserlich noch immer sehr ähnliche Referenz CK ST 165.014.

 

 

 
1957:

Der Fotograf und Entdecker (und noch einiges mehr) Louis Marden findet nach zahlreichen, hoch riskanten Tauchgängen vor Pitcairn Island das Wrack der legendären HMS Bounty, welche im Jahre 1789, nach einem erneuten Zwischenstopp in Tahiti, durch die (meuternde) Crew versenkt wurde. Marden vertraute bei dieser Expedition, die als Höhepunkt seiner langen Karriere gilt, auf die Rolex Submariner (evtl. Ref. 6538).

 
 

 

 
1957:

Ein Angehöriger der US Navy, George Bond, belegt, dass die im Luftvorrat eines Tauchers enthaltenen Edelgase dessen Körper nach 24 Stunden vollständig sättigen. Sobald dieser Sättigungspunkt erreicht ist, bleibt die Dekompressionszeit gleich - unabhängig von der unter Wasser verbrachten Zeit. Somit konnte die Produktivität unter Wasser massiv gesteigert werden.

 
 

 

 
1957:

Der Engländer George Wookey erreicht während eines Heliox-Tauchgangs vor Norwegen die neue Rekordtiefe von 184 Metern.

 
 

 

 
1957:

Die erste Superocean von Breitling erscheint, wasserdicht bis 200 Meter.

 
 

 

 
1958:

Die USS Nautilus taucht als erstes U-Boot unter dem Nordpol durch und entscheidet das submarine Wettrennen zum Nordpol zwischen Moskau und Washington. 

 
 

 

 
1958:

Rolex rüstet die australische Marine vereinzelt mit Submarinern (Ref. 5510) aus. Es folgen zahlreiche weitere Marinen anderer Länder, so z.B. Kampfschwimmer-Einheiten Frankreichs.

 
 

 

 
1958:

Die erste Taucheruhr von Eterna, die Eterna-Matic KonTiki, wird lanciert (Anmerkung: wird gelegentlich auch mit 1955 datiert).

 
 

 

 
1958:

Enicar präsentiert die Sherpa Dive, wasserdicht bis 200 Meter. Als Besonderheit verfügte diese Uhr über einen patentierten Gehäuseboden, der mittels Bajonett-Verschluss verschraubt wurde. Ebenfalls war der Drehring Öl-gelagert, um einen langfristig sauberen Lauf zu gewährleisten und verfügte auf seiner Oberfläche über ein zusätzliches, frei bewegbares Dreieck - dadurch konnte sowohl der Zeitpunkt des Abtauchens als auch ein weiterer Zeitpunkt, beispielsweise der berechnete Aufstieg, markiert werden. Die Modelle Sherpa Dive fanden u.a. Verwendung durch militärische Einheiten und wurden mit dem Unterwasser-Pionier Hans Hass als "wichtiger Bestandteil der weltberühmten Rebikoff-Taucherausrüstungen" beworben. 

 
 

 

 
1958:

Eberhard lanciert mit der Scafodat die erste Taucheruhr der Marke (gibt das Erscheinungsjahr selbst aber mit 1959 an).

 

 

 
1959:

Das amerikanische U-Boot USS Skate taucht als erstes U-Boot der Welt am Nordpol auf (Anmerkung: mit einem verstärkten Turm, denn die USS Nautilus konnte ein Jahr zuvor das Eis nicht durchbrechen). - Die Kommandanten der USS Skate sowie dessen Schwesterschiffes USS Nautilus (siehe 1958), J.F. Calvert und W.R. Anderson, werden daraufhin dank der Initiative eines Genfer Geschäftsmannes mit je einer Geophysique (Ref. E 168) von Jaeger-LeCoultre geehrt, welche sich aufgrund ihrer antimagnetischen Eigenschaften bestens anerbot.

Abbildung: Eine Submariner aus diesem Jahr.

 

 

 
1959:

Jacques Piccard und der Meeresbiologe Andreas Rechnitzer erreichen vor Guam mit der Trieste eine neue Rekordtiefe von 5642 Metern.

 
 

 

 
1959:

In Sengwarden wird die moderne deutsche Kampfschwimmereinheit gegründet (später Verlegung nach Eckernförde, Kiel). Zum Einsatz kamen später unter anderem die Blancpain Fifty Fathoms (Milspec I und II).

 
 

 

 
1959:

Die Rolex Submariner wird erstmals mit einem Kronenschutz (Flanken) ausgestattet, der Durchmesser wächst von 36 auf 40 mm.

 
 

 

 
 

Jaeger-LeCoultre präsentiert mit der bis 100 Meter wasserdichten Memovox Deep Sea die erste Taucheruhr mit Weckerfunktion (siehe Abbildung).

 

 

 
1960:

Mit Unterstützung und im Auftrag der US Navy erreichen Jacques Piccard und der amerikanische Marineoffizier Don Walsh mit der modifizierten Trieste während der Operation Nekton die bisher grösste Tauchtiefe: 10916 Meter (nur 8 Meter unter der tatsächlich tiefsten Stelle) im Marianengraben, der sogenannten Challenger-Tiefe - der tiefsten bekannten Stelle der Weltmeere.

Der Abstieg dauerte fast fünf Stunden. Und auch hier (siehe 1953) begleitete eine Uhr zuverlässig diese Pioniertat: Ausserhalb der Trieste befand sich eine speziell angefertigte Rolex, die den Abstieg unbeschadet überstand (mehr zur Geschichte dieser bemerkenswerten Uhr siehe hier).

 

 

 
1960:

Die Tudor Sub (Ref. 7928) wird erstmals an die französische Marine ausgegeben. Dieses Modell fand später ebenfalls militärische Verwendung beim amerikanischen UDT (Underwater Demolition Team).

 
 

 

 
1960:

Longines lanciert mit der Ref. 7594 eine Taucheruhr mit innenliegender Lünette.

 
 

 

 
1960:

Der italienische Frei- resp. Apnoe-Taucher Enzo Majorca erreicht erstmals 60 Meter Tiefe, 1973 bereits 80 Meter.

 
 

 

 
1960:

Und nach weit mehr als hundert Jahren unzähliger Entwicklungen unterschiedlicher Erfinder wird mit dem englischen JIM (benannt nach seinem Testpiloten Jim Jarrett) der erste wirklich funktionsfähige gepanzerte Taucheranzug eingesetzt, dessen Nachfolgemodelle ab den 70ern erfolgreich in der Nordsee für Arbeiten der Öl- und Gasindustrie zum Einsatz kamen und bis zu 610 Meter Tiefe erreichten.

 
 

 

 
1960:

Die USS Triton, damals das längste U-Boot der Welt, umrundet die Erde getaucht. Sie folgte erstmals untergetaucht Magellans Kurs und legte rund 66000 km in 84 Tagen zurück.

 
 

 

 
1961:

Henri G. Delauze gründet das Offshore-Tauchunternehmen Comex in Marseilles.

 
 

 

 
1961:

Der Schweizer Tauchexperte und Mathematiker Hannes Keller stellt mit 222 Meter Tiefe einen neuen Heliox-Tieftauchrekord im Tessin (CH) auf. An seinem Handgelenk: die im selben Jahr lancierte Vulcain Cricket Nautical (siehe Abbildung), wasserdicht (und laut hörbar) bis 300 Meter. Ein Jahr später erhöhte Keller vor Kalifornien gemeinsam mit Peter Small den Rekord auf über 300 Meter.

Der Erfolg hatte aber einen hohen Preis: Peter Small, Gründungsmitglied und Journalist des englischen Sub-Aqua-Clubs, überlebte den Tauchgang tragischerweise nicht.

 

 

 
1962:

Der Taucher Robert Sténuit verbringt in 61 Metern Tiefe 24 Stunden in einer Tauchkammer. Mit diesem Experiment konnte Ed Link im Rahmen seines "Man-in-Sea-Programms" beweisen, dass der Mensch längere und tiefere Tauchzeiten aushalten kann. Es ist zeitgleich auch die Geburtsstunde des Sättigungstauchens, da damit erstmals ein praktischer Versuch im Meer stattfand.

 
 

 

 
1962:

Georges Houot erreicht mit dem Tiefsee-U-Boot Archimède eine Tiefe von 9545 Metern - eine mehr als beachtliche Leistung, die aber aufgrund Piccards und Walshs Rekordtauchgang zwei Jahre zuvor nie die verdiente Würdigung in den Geschichtsbüchern erfahren wird. 

 
 

 

 
1962:

Cousteau startet seine Experiment-Serie Précontinent (resp. Conshelf als englische Abkürzung von Kontinentalschelf) mit dem Ziel, das Leben des Menschen unter Wasser als etwas Alltägliches zu etablieren. In der Kammer Diogenes verbringen zwei Taucher eine Woche in einer Tiefe von 12 Metern. Begleitet werden die Taucher höchstwahrscheinlich von Aquastar Benthos 500 Uhren (siehe 1963).

 
 

 

 
1962:

Heuer lanciert im selben Jahr die Chronographen-Linie Autavia (AUTo/AVIAtion); obschon die Namensgebung eher nicht auf den Einsatz unter Wasser hindeutet, wird die bis 100 Meter dichte Uhr (Ref. 2446 M) auch explizit auch für den Tauchbereich angeboten - ausgestattet mit einer entsprechenden Drehlünette mit 60-Minuten-Einteilung. Ball Watch Co. bringt mit der Skindiver ihre erste Taucheruhr auf den Markt.

 
     
1963:

Die US Navy setzt die Trieste erfolgreich zur Erkundung der Überreste des in 1700 Metern gesunkenen/implodierten Atom-Unterseebootes USS Thresher ein.

 
     
1963:

Die Zodiac Sea Wolf erhält eine Datumsfunktion.

 
 

 

 
1963:

Die Aquastar Benthos 500 (Ref. 1002), zusätzlich ausgerüstet mit einem separat bedienbaren 60-Minuten-Zeiger aus der Mitte (siehe Abbildung), wird lanciert und bleibt bis 1972 im Programm.

Die ebenfalls von Lemania angebotene Benthos 500 wurde durch Oceanauts an allen drei Précontinent-Experimenten (I (1962), II (1963), III (1965)) sowie am Sea-Lab-Experiment eingesetzt. Ebenfalls fand sie Verwendung in diversen Marine-Einheiten, Küstenwachen, Öl-Unternehmen und ozeanographischen Instituten.

 

 

 
1963:

Universal Genève lanciert die Polerouter Sub mit Microrotor (siehe Abbildung). Die Uhr ist wasserdicht bis 300 Meter.

Im Sommer 1963 wird Jacques-Yves Cousteaus Vision vom Leben unter Wasser erneut einen grossen Schritt vorangetrieben: Vor der Küste des Sudans nimmt Précontinent II seinen Lauf - eine Unterwasserstation namens Starfish House in rund elf Metern Tiefe, in der fünf Taucher wochenlang auf dem Meeresgrund arbeiten und leben sollten. Mit dabei: Die Omega Seamaster 300 (ST 165.024), die offiziell erst ein Jahr später auftaucht.

     
1964:

Dreissig Jahre nachdem Menschen eine Tiefe von 1000 Metern erreichten, waren dazu nun auch (im Vergleich zur Trieste-Rolex tragbare) Uhren imstande: Die mit grosser Wahrscheinlichkeit erste seriengefertigte bis 1000 Meter wasserdichte Armbanduhr erscheint (oder mindestens die erste 1000er im Monobloc-Gehäuse, siehe hier) - die Jenny Caribbean 1000 (vermutlich Ref. 702 oder 700), welche anschliessend von mehreren Marken (u.a. Ollech & Wajs, Balzers, Montresor etc.) vertrieben wurde. Die Gehäuseform wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich ausgebaut, selbst Damenmodelle (bspw. Ref. 710) erschienen unter dem Namen Caribbean.

Innerhalb der Caribbean-Linie erschien ebenfalls ein bis 1000 Meter wasserdichter Chronograph (Ref. 713); dessen Chrono-Funktion dürfte jedoch nicht unter Wasser gewährleistet gewesen sein - nichtsdestotrotz vermutlich auch der erste bis 1000 Meter dichte Chrono.)

Die Caribbean 1000 wurde während zweier wissenschaftlicher Expeditionen (im Sommer 1966 am Nordpol und im Frühling 1967 am Roten Meer) offiziell und unter Leitung des Italieners Roberto Dei getestet. Zu den ebenfalls prominenten Trägern gehörten u.a. auch  Alberto Novelli und Cesare Olgjai. Mehr zur Caribbean-Linie gibt's hier.

     
1964:

Zeitgleich mit Jenny erscheint von Sandoz ebenfalls eine bis 1000 Meter wasserdichte Uhr. Dieses Modell wurde vermutlich 1963 lanciert, aber erst 1964 als 1000er bezeichnet (und als Messeneuheit so angepriesen). Die Sandoz wurde anschliessend von zahlreichen Marken angeboten.

 
 

 

 
1964:

Favre-Leuba lanciert die bis 200 Meter wasserdichte Deep Blue. Nivada die Depthomatic mit Tiefenmesser.

 
 

 

 
1964:

Ed Link konstruiert den Vorläufer der Unterwasser-Habitate namens SPID - in ihm verbringen Robert Sténuit und Jon Lindbergh anschliessend zwei Tage und Nächte (resp. 49 Stunden) in einer Tiefe von 132 Metern - der längste und tiefste Tauchgang, den Menschen zu diesem Zeitpunkt je unternommen hatten. Gleichzeitig konnte bewiesen werden, dass die Saturation des Menschen auch tief im Wasser erfolgt. Dies war der eigentliche Startschuss für den Erfolg kommerzieller Tauchunternehmen wie Ocean Systems, Comex oder Oceaneering.

 
 

 

 
1965:

Von Seiko wird die erste japanische Taucheruhr lanciert, die Ref. 6217 resp. 62MAS, wasserdicht bis 150 Meter (siehe Abbildung).

 

 

 
1966:

Der grösste Tauchbrevet-Aussteller der Welt, PADI, wird durch John Cronin und Ralph Erickson gegründet.

 
 

 

 
1966:

Die Crew des batteriebetriebenen Tauchboots Alvin (siehe Abb.) findet und birgt nach zweimonatiger Suche die Wasserstoffbombe, welche eine abgestürzte B-52 vor der spanischen Küste verloren hatte.

Die Nivada Depthmaster, wasserdicht bis 1000 Meter, wird lanciert. Sie verfügt über ein 3.4 mm dickes Glas.

Favre-Leuba lanciert die Bathy 50 (resp. Bathy 160 in der Fuss-Version), die erste mechanische Taucheruhr mit Tiefenmesser (bis 50 Meter).

1966:

Die 1964 lancierte Version der Omega Seamaster 300 erhält u.a. aufgrund militärischer Anforderungen eine verschraubte Krone (Anmerkung: das Dichtungssystem der SM 300 erwies sich als sehr effektiv in grösserer Tiefe; ohne Druck traten jedoch oft Wassereinbrüche auf).

 
     
1966:

Mit der Referenz ST 145.008 lanciert Omega einen bis 60 Meter dichten Chronographen für Taucher.

 
 

 

 
1967:

Die IWC Aquatimer (Ref. 1812) wird lanciert und bildet den Startpunkt der Schaffhauser Taucheruhrentradition. Die Uhr ist für eine maximale Tauchtiefe von 200 Metern ausgelegt (Anmerkung: teilweise auch mit 1966 datiert).

Rolex arbeitet für die Comex an mit Helium-Ventilen ausgerüsteten Submarinern.

 

 

 
1967:

Doxa lanciert die Sub 300, wasserdicht bis 300 Meter. Das bei Tauchern überaus beliebte Modell findet im Laufe der Zeit u.a. auch Verwendung durch die US Navy und durch das koreanische Militär.

In den ersten Anzeigen des Lancierungsjahres werden die Varianten Professional (oranges Zifferblatt), Sharkhunter (schwarzes Zifferblatt) und Searaider (silbriges Zifferblatt) beworben, wobei der Searaider die Rolle des Zugpferds zukommt.

 

 

 
1967:

Seiko verdoppelt die Tauchtiefe ihrer Taucheruhren auf 300 Meter mit der Lancierung der Professional 300m (Ref. 6215-010), das u.a. über ein Monobloc-Gehäuse verfügt (Anmerkung: Eine optisch praktisch identische Uhr wurde vor wenigen Jahren innerhalb der Historical Collection relaunched - ebenso ist die seriengefertigte Marinemaster in der praktisch selben Form erhältlich).

Universal Genève präsentiert einen bis zu 250 Meter wasserdichten Chronographen, die Drücker sollen dabei abgedichtet sein.

 

 

 
1968:

Zenith betritt für rund zwei Jahre die Bühne der Tiefseetaucher mit einer 1000 Meter wasserdichten Uhr, der Zenith Plongeur 1000, mit eigenem Werk aber oft angetroffener Gehäuseform (z.B. Favre-Leuba, Cyma, Zodiac) mit der charakteristischen, an einen mehreckigen Gehäusebodenrand erinnernden Glaseinfassung.

 
 

 

 
1968:

Jaeger-LeCoultre präsentiert die Deep Sea Marine Master (Ref. 558), ebenfalls mit innenliegender Lünette und dritter Krone zur Bedienung des Weckers. Das Modell bleibt bis 1972 im Programm.

Ebenfalls in diesem Jahr erscheint die legendäre Memovox Polaris (siehe Abbildung).

 

 

 
1968:

Die Rolex Submariner erhält nebst Datumsfunktion auch eine Schwester in Vollgold.

 
 

 

 
1968:

Omega schliesst mit der Comex einen Zusammenarbeitsvertrag ab. Im selben Jahr brechen zwei Comex-Taucher, Ralph Brauer und René Veyrunes, den Rekord im simulierten Tauchen. Beide waren mit der Seamaster 300 ausgestattet.

 
 

 

 
1968:

Angelehnt ans Design der Dreizeiger-Uhr lanciert Doxa die Sub 200 T-Graph – den ersten Tauch-Chronographen des Hauses und wasserdicht bis 200 Meter (Anmerkung: Gemäss Herstellerauskunft gilt die Tiefenangabe von 200 Metern ebenfalls für die Chronographen-Funktion – siehe hierzu aber auch Eintrag Omega Seamaster 120 von 1972).

Das Modell bleibt bis 1979 im Programm.

Im selben Jahr taucht mit der Doxa Sub 300 T Conquistador vermutlich die erste Uhr mit Heliumventil auf. 

 

 

 
1969:

Die US Navy setzt erfolgreich die Trieste II ein, um erstmals das Wrack des in 610 Metern gesunkenen Unterseebootes USS Scorpion in Augenschein zu nehmen.

 
 

 

 
1969:

Piquerez entwickelt für Omega den Prototypen "Super Comprex" mit elastischem Boden, der als Heliumventil funktionieren sollte.

Der 52mm grosse Vorschlag wird indes nicht weiterverfolgt, da Omega damals die klare Strategie verfolgte, Gehäuse so zu bauen, dass - im Gegensatz zur Konkurrenz - auf ein solches Ventil verzichtet werden konnte. Dieser Grundsatz sollte bis zur Seamaster Professional 300 im Jahr 1993 bestehen bleiben.

 

 

 
1969:

Vor den Jungferninseln wird während des Experiments Tektite 1 in 15 Metern Tiefe ein neuer Rekord aufgestellt: Vier Taucher leben zwei Monate in einen Unterwasser-Habitat. Die daraus gewonnenen Resultate waren nicht nur für die NASA von Bedeutung, sondern auch für Rolex: Eine weitere Erkenntnis betraf nämlich die während des Experiments evaluierte Rolex Submariner - Ihre Präzision wurde mit „exzellent“ bewertet.

 
 

 

 
1969:

In Holland stellt sich der Taucher Francis Falejczyk für den ersten Menschenversuch mit Sauerstoff angereicherter Atemflüssigkeit zur Verfügung - während einer Stunde wurde einer seiner Lungenflügel mit dieser Lösung erfolgreich versorgt. Bis heute gilt die Flüssigkeitsatmung als Möglichkeit zur Überwindung von herrschenden Tiefen- und Atemgas-Limitierungen.

 
 

 

 
1970:

Omega lanciert die Seamaster 600 (Ref. ST 166.0077). Die Uhr begleitet drei Taucher der Comex acht Tage lang während der Operation Janus in einer Tiefe von 250 Metern zur Erkundung des korsischen Golfes von Ajaccio. Vier Stunden täglicher Einsatz auf dem Meeresgrund bedeuteten einen neuen Unterwasser-Daueraufenthalt-Rekord.

Die Royal Navy schafft in dieser Zeit die Omega Seamaster 300 (siehe auch 1963) an - das Modell unterscheidet sich von der Zivilversion hauptsächlich durch fix befestigte Bandstege (wie auch bei der Rolex Submariner der Fall).

 

 

 
1970:

Die Taucher des zweiten Tektite-Experiments, initiiert von der Navy, GE und der NASA zur Durchführung einer Serie von geologischen und biologischen Studien in der Karibik, werden von den in diesem Jahr lancierten, bis zu 1000 Meter wasserdichten Certina DS-2 SuperPH 1000M Uhren (Ref. 5801 302 resp. 9131301 41) begleitet und anschliessend als exzellent bewertet. Die Certina bleibt mindestens bis 1975 im Programm. Es gibt jedoch mehr als glaubhafte Hinweise, dass nicht das bis 1000 Meter wasserdichte Modell zum Einsatz kam, sondern mindestens deren bis 500 Meter wasserdichte Vorgängerin (siehe Abbildung rechts und Artikel hier).

 

 

 
1970:

Der amerikanische Tauchphysiologe Peter Bennett entwickelt das bis heute für grosse Tiefen eingesetzte Atemgasgemisch "Trimix" (oder "Heliair"), mit welchem das für Heliox problematische Heliumzittern (ab einer Tiefe von rund 100 Meter) bedeutend reduziert wird. Damit sollten später Tiefen von über 600 Meter erreicht werden.

 
 

 

 
1970:

Jacques Mayol gewinnt am 8. September in Japan die Weltmeisterschaft im Freitauchen. Der „menschliche Delfin“ wurde auf seinem Tauchgang bis 76 Meter Tiefe von einer Squale begleitet.

 
 

 

 
1971:

Omega lanciert die Seamaster 1000 (Ref. ST 166.0093), die erste in Serie hergestellte 1000er Taucheruhr von Omega (erst 2009 wurde mit der Ploprof-Neuauflage eine 1200 Meter wasserdichte Uhr präsentiert).

1975 wurden diese Uhren durch die International Underwater Contractors (IUC) am zivilen U-Boot Beaver MK IV befestigt, um die Festigkeit von Saphirgläsern in 1000 Meter Tiefe zu testen.

 

 

 
1971:

Rolex auf der anderen Seite präsentiert die erste Taucheruhr unter dem Namen Sea-Dweller (Ref. 1665), damals wasserdicht bis 610 Meter, welche auf Anregung von sowie in enger Zusammenarbeit mit Comex entstand (Anmerkung: Beim Sättigungstauchen dringen die der Atemluft beigemischten Heliummoleküle langsam in das Gehäuse ein, dies konnte/könnte bei gewissen Uhren, speziell dieser Zeit, während der anschliessenden, kürzeren Dekompressionphase aufgrund des veränderten Drucks zum "Platzen" der Uhr führen). Zuvor wurden bereits reguläre Submariners (Ref. 5513 und 5514) kurzzeitig mit Helium-Ventilen ausgestattet. Kurze Zeit später erhält die Sea-Dweller erstmals ein Saphirglas. (Anmerkung: Es gibt mittlerweile Indizien, dass Rolex bereits gegen Ende 1967 zum ersten mal Uhren unter dem Namen Sea-Dweller, wahrscheinlich als roter Schriftzug auf dem Zifferblatt, an ausgesuchte Käufer übergab; das Patent des Heliumventils dürfte zu dieser Zeit noch nicht registriert worden sein. Die Uhren waren - so existent - bis 500 Meter wasserdicht.) Rolex selbst gibt das Lancierungsjahr der Sea-Dweller in einer Broschüre zur Weltausstellung 1975 (Okinawa) mit dem Jahr 1970 an, zum 50-Jahr-Jubiläum der Submariner jedoch mit 1967.

 
 

 

 
1972:

Omega lanciert den "ersten bis zu einer Tiefe von 120 Metern bedienbaren mechanischen Chronographen für Taucher", die Seamaster 120 (Ref. ST 176.0004, siehe Abbildung).

 

 

 
1972:

Das Folgemodell der Zodiac Sea Wolf wird neu mit einer gesteigerten Wasserdichtheit von 750 Metern ausgeliefert (Anmerkung: Überraschend, da diese Gehäuseform bei anderen Herstellern, siehe z.B. 1968, 1000 Meter gewährleistete).

Rolex wird exklusiver Vertragspartner der Comex und somit einziger Lieferant von Taucheruhren.

 

 

 
1974:

Aquastars neues Modell Benthos I bereichert bis 1983 die Familie der bis 1000 Meter wasserdichten Uhren mit Monobloc-Gehäuse. Sie verfügte wie ihre Vorgängerin über einen separat bedienbaren 60-Minuten-Zeiger aus der Mitte (Anmerkung: Und wurde wie ihre Vorgängerin von Lemania hergestellt und autonom vertrieben, siehe hierzu auch 1963).  

 
 

 

 
1974:

Der kanadische Mediziner Joe Macinnis und sein Team unternehmen den ersten Tauchgang am Norpol.

 
 

 

 
1975:

Seikos aufgrund externer Anfragen neu entwickelte 600m Automatic Professional Diver (Ref. 6159-022) ist wasserdicht bis 600 Meter (siehe Abbildung); der Firmen-Rekord wurde somit zum dritten mal in Serie verdoppelt. Dank neuartiger, patentierter Kronendichtungen gilt diese Uhr als Seikos Antwort auf die neuen Bedürfnisse des Sättigungstauchen, ohne gleichzeitig ein Heliumventil anzubieten (Helium sollte bei dieser Konstruktion von Seiko, so die Überlegung, erst gar nicht ins Gehäuse eindringen). Es handelte sich ebenfalls um die erste seriengefertigte Armbanduhr, bei der Titan beim Gehäuse Verwendung fand. Eine weitere Novität/Spezialität dieses Modells: Es verfügte als wahrscheinlich erste Uhr über ein Kautschukband mit den charakteristischen drei Wellen/Falten unterhalb des Bandstegs (welche sich im Gegensatz zu starren, ausklappbaren Tauchverlängerungen a) jederzeit dem unter Druck variabel dicken Neopren-Anzug anpassen und b) somit auch die Federstege enorm entlasten). (Anmerkung: Eine optisch praktisch identische Uhr wurde vor wenigen Jahren innerhalb der Historical Collection relaunched; und weitere Modelle ähnlicher Bauart erreichten ca. ab 1986 gar 1000 Meter, wurden jedoch mit Quartz-Werken ausgerüstet.) Die Seiko 600 war zugleich die erste ausschliesslich für das Sättigungstauchen entwickelte Taucheruhr.

 

 

 
1975:

Vermutlich in diesem Jahr wird eine Uhr der Marke Ducado vorgestellt, die Chronograph und Tiefenmesser vereint. Sie ist wasserdicht bis 100 Meter.

 
 

 

 
1976:

Jacques Mayol erreicht als erster Mensch ohne Atemgerät eine Tiefe von 100 Metern.

 
 

 

 
1979:

Vor Oahu (Hawaii) absolviert Sylvia Earle auf einem Tauchgang in 375 Metern den ersten Alleintauchgang in einem Tauchgefährt (dem Tauchanzug JIM, siehe hierzu auch 1960) ohne Verbindung zur Oberfläche.

 
 

 

 
1979:

Die Rolex Submariner erhält ein Saphirglas.

 
 

 

 
1980:

Rolex stellt die Sea-Dweller (Ref. 16660) mit erhöhter, bis heute gültiger Tauchtiefe vor (1220 Meter) und betritt damit endlich (wieder) die Gruppe der 1000er. Als weitere Premiere verfügt dieses Modell erstmals über die Triplock-Krone.

 
 

 

 
1980:

In Severodvinsk läuft die erste Einheit der russischen Typhoon-Klasse (NATO-Bezeichnung) vom Stapel, ein sog. SSBN - ein nuklear angetriebenes Unterseeboot für ballistische Flugkörper. Mit einer Länge von rund 170 Metern und einer Breite von rund 23 Metern (geschätzte 30000 Tonnen Wasserverdrängung getaucht) die grössten je gebauten Unterseeboote, oder wohl eher -schiffe.

 
 

 

 
1980:

IWC erhält von der deutschen Bundesmarine den Auftrag, eine Uhr speziell für Kampftaucher zu entwickeln.

 
 

 

 
1981:

Die Freitaucherlegende Jacques Mayol testet die damalige Omega Seamaster 120 (Quartz) vor Elba bei einem Tauchgang in 101 Metern und bricht dabei den von ihm aufgestellten Weltrekord im Freitauchen.

 
 

 

 
1982:

Die britische HMS Conqueror wird durch einen Torpedo-Abschuss im Falklandkrieg zum ersten und nach wie vor einzigen atomaren U-Boot, das ein Überwasser-Schiff mit einem Torpedo versenkte.

 
 

 

 
1982:

Omega entwickelt eine bis 1000 Meter wasserdichte, mechanische Taucheruhr in Titan (siehe Abbildung), geht damit aber nie in Produktion. (Anmerkung: Es dürfte nach den - sofern existenten - Titan-Prototypen der Ploprof die zweite Titan-Taucheruhr von Omega sein, welche nie in Serie gefertigt wurde; vermutlich aufgrund Schwierigkeiten in der Materialverarbeitung, welche nach Seiko erstmals von IWC im Jahr 1980 überwunden wurden.)

 

 

 
1983:

Sinn lanciert seine erste bis 1000 Meter wasserdichte Taucheruhr (Ref. 801 A). Die Uhr wurde 1989 wieder aus dem Programm genommen.  

 
 

 

 
1983:

Jacques Mayol erreicht mit 56 Jahren die Rekordtiefe von 105 Metern, selbstverständlich ohne Luftversorgung.

 
 

 

 
1984:

Die IWC PD Ocean 2000 (Ref. 3504) und ihre kleine Schwester Ocean 500 (Ref. 3503) werden lanciert, wobei bei der Ocean 2000 erstmals ein sphärisch geschliffenes Saphirglas mit einer Stärke von 3.7 mm zum Einsatz kommt. Es handelte sich zudem um die erste (seriengefertigte) mechanische Taucheruhr, die eine Tiefe von 2000 Meter erreichen konnte.

Gleichzeitig beliefert IWC, vier Jahre nach Auftragserteilung, die deutsche Bundesmarine mit einer Parallel-Entwicklung der Ocean, die Bund (Ref. 3314, 3315, 3509 und 3529) - und mit der ersten amagnetischen Uhr (Ref. 3519) die Minentaucher. (Anmerkung: Aufgrund der planen Gläser sind diese Modelle aber "nur" bis 300 Meter wasserdicht.)

 

 

 
1986:

Die TAG Heuer Super Professional 1000 m (Ref. 840.006/349/M resp. WS 2110.EK2100), wasserdicht bis 1000 Meter, wird lanciert und bleibt rund 17 Jahre im Programm. Sie verfügt über ein Monobloc-Gehäuse.  

 
 

 

 
1986:

74 Jahre nach dem Untergang der Titanic stossen erstmals Menschen zum Wrack vor. Ermöglicht wurde die Expedition u.a. durch den Umbau des Tauchfahrzeuges Alvin, geleitet wurde der unbemannte Trip in eine Tiefe von 3800 Meter durch Robert Ballard.

 
 

 

 
1987:

Acht Kilometer vor der Küste Floridas beginnt im Auftrag der US-Regierung der Bau des Unterwasser-Forschungslabors Aquarius - der einzigen Forschungsstation, in der Forscher in rund 20 Metern Tiefe ständig wohnen und arbeiten können. Die Tauchboote MIR und MIR II laufen in diesem Jahr vom Stapel; sie zählen zu den wenigen Tauchbooten, die tiefer als 6000 Meter tauchen können.

 
 

 

 
1988:

Die Omega Seamaster 200 (Quartz) begleitet als offizieller Zeitmesser die Besatzung des Wissenschafts-U-Boots Nautilus während der Fare-Mission zu einer Tiefe von 4400 Metern.

Girard-Perregaux lanciert die bis 500 Meter wasserdichte "Sea Hawk". Während die Modell-Bezeichnung "Sea Hawk" bislang nur klassischen Armbanduhren vorbehalten war, kommt damit die erste Taucheruhr mit diesem Namen auf den Markt.

Taucher der Comex stellen während der Operation Hydra VIII einen neuen Tiefentauchrekord im freien Meer auf: 534 Meter. Mit dabei: Die Sea-Dweller von Rolex.

 

 

 
1989:

Die Rolex Submariner (Ref. 16610) wird mit einer einseitig rastenden Drehlünette ausgestattet.

 
 

 

 
1990:

Das jüngste Modell der japanischen Tauchboote-Reihe, allesamt mit dem Namen Shinkai bezeichnet, wird fertig gestellt. Es ist in dieser Version (siehe Abbildung) in der Lage, eine Tiefe von 6500 Meter zu erreichen.

 

 

 
1991:

Swatch lanciert die mehr als Aufsehen erregende (Quartz-betriebene) Scuba Kollektion mit Klassikern wie der Happy Fish. Das grundsätzliche Design einer Taucheruhr wird dadurch einer wohl nie zuvor da gewesen breiten Öffentlichkeit zugänglich.

 

 

 
1992:

Ein Taucher der Comex erreicht mit einer Tauchglocke die neue Rekord-Tiefe von 701 Meter; begleitet wurde er standesgemäss von einer Rolex Sea-Dweller

 
 

 

 
1992:

Ebenfalls in diesem Jahr erfolgt die Lancierung der Zodiac Super Sea Wolf (Ref. 506.54.44), wasserdicht bis 1000 Meter und ausgestattet mit einer auffälligen Sägeblatt-Lünette (siehe Abbildung).

Es sollte dies die bislang letzte Sea Wolf von Zodiac sein - das traditionsreiche Unternehmen war im Laufe der Jahre zunehmend von der Bildfläche verschwunden; und 5 Jahre nach Lancierung der markanten Uhr musste Zodiac im Jahr 1997 Konkurs anmelden, der Markenname wurde anschliessend an Fossil verkauft.

 

 

 
1993:

Omega lanciert den ersten mechanischen Chronographen, bedienbar in einer Tiefe von 300 Metern, den Seamaster Professional Chrono Diver (Ref. 2598.80.00). Im selben Jahr bricht Roland Specker mit dieser Uhr am Handgelenk den Weltrekord im Süsswasser-Freitauchen (80 Meter Tauchtiefe, Neuenburger-See). Drei Jahre später bricht er mit der selben Uhr auch noch den Weltrekord in einer anderen Disziplin (Auftauchen ohne Hilfe, 60 Meter Tauchtiefe, Neuenburger-See).

 
 

 

 
1993:

Ebenfalls in diesem Jahr wird die Seamaster Professional 300 (Ref. 2531.80.00) lanciert (Anmerkung: Später als Bond-Uhr bekannt, wobei dieser Titel aus historischer Sicht eher der Submariner gebührt).

Sowohl der Chronograph als auch die Dreizeigeruhr sind somit die ersten seriengefertigten Taucheruhren von Omega mit Heliumventil (aufschraubbare Krone bei 10) - also eine Abkehr von einer jahrzehntelangen Tradition. Und es sind ebenfalls die ersten Taucheruhren von Omega, die auch in Titan (Serien-)gefertigt werden.

 

 

 
1994:

Jim Bowden erreicht mit einem offenen Scuba-System die Rekordtiefe von 276 Meter - er verwendete hierzu das Trimix-Gasgemisch und benötigte für die anschliessende Dekompression 10 Stunden.

 
 

 

 
1994:

Der Kubaner Francesco Ferreras erreicht mit einem Gewichtsschlitten 130 Meter Tiefe und stellt in dieser Kategorie den neuen Weltrekord auf.

 
 

 

 
1995:

Breitling stellt die Colt Super Ocean (Ref. A 17345-108) vor, wasserdicht bis 1500 Meter und ausgestattet mit einem Heliumventil. 

 
 

 

 
1996:

Nach der Trieste ( siehe 1960) erreicht das ferngesteuerte japanische Forschungs-U-Boot Kaiko am 2. März 1996 eine Tiefe 10897 Meter, was als bislang tiefster unbemannter Tauchgang in die Geschichte eingeht. Kaiko ging während eines Sturms im Mai 2003 verloren.

 
 

 

 
1997:

Blancpain stellt in Basel eine zeitgemässe Neuinterpretation der Fifty Fathoms vor, nunmehr wasserdicht bis 300 Meter.

 
 

 

 
1997:

Der italienische Apnoe-Taucher Stefano Makula stellt in einer der unzähligen Freitauch-Disziplinen einen neuen Weltrekord auf: Vor Ägypten erreicht er erstmals eine Tiefe von 51 Meter. Mit dabei: Eine Eterna Super KonTiki.

 
 

 

 
1998:

IWC stellt die GST Aquatimer (Ref. 3536) in Stahl und Titan vor, wasserdicht ist die Uhr wie schon ihre Vorgängerin aus den 80er-Jahren bis 2000 Meter (siehe Abb.). Sie verfügt wie die Ocean 2000 über eine Drehringsperre - erst heruntergedrückt lässt sich die Lünette bewegen.

 

 

 
1999:

IWC lanciert die GST Deep One (Ref. 3527) in Titan, die erste Uhr mit mechanischem Tiefenmesser und Schleppzeiger zur Anzeige der maximal erreichten Maximaltiefe (bis 45 Meter). Die Uhr ist wasserdicht bis 100 Meter und bleibt bis 2003 im Programm.

 

 

 
2000:

Die (siehe 1864) Hunley kann dank der finanziellen Hilfe des amerikanischen Schriftstellers Clive Cussler geborgen werden (Anmerkung: Clive Cussler unterhält Beziehungen zu Doxa, begründet u.a. durch seinen Roman- und Filmhelden Dirk Pitt, der eine Doxa Sub trägt).

 
 

 

 
2000:

Die 1998 massiv auf internationalem Level reanimierte Officine Panerai lanciert ihre erste 1000 Meter Taucheruhr, die Submersible (PAM 64 resp. 87), ausgestattet mit einem integriertem Heliumventil.

 
 

 

 
2000:

Die ebenfalls in diesem Jahr lancierte Millemetri von Anonimo ist wasserdicht bis 1000 Meter und mit einem integrierten Heliumventil ausgestattet. 

 
 

 

 
2000:

Das russische Atom-Unterseeboot Kursk sinkt während eines Manövers in der Barentssee. Ein Jahr später wird das in 108 Meter liegende Schiff von den holländischen Unternehmen Mammoet und Smit International geborgen und in ein Trockendock gebracht. 

 
 

 

 
2001:

Die erste Taucheruhr mit ewigem Kalender erscheint, die Ulysse Nardin Marine Perpetual Limited (Ref. 333-77-7), wasserdicht bis 200 Meter.  

 
 

 

 
2001:

Doxa legt eine Neuauflage der Sub 300 (in insgesamt 5 Zifferblattfarben, beginnend mit Orange) auf, wasserdicht bis 300 Meter. Die im selben Jahr lancierte Tridente von Marcello C. (Ref. 2005.2) ist bis 500 Meter wasserdicht.

 
 

 

 
2002:

Citizen stellt die Promaster 1000m Automatic (Ref. PMV56-2751 oder NH6930-09FK, siehe Abbildung) vor, wasserdicht bis 1000 Meter.

Breitling lanciert eine bis zu 3000 Meter Tiefe geprüfte Taucheruhr, die Seawolf (Ref. E7370-178 resp. E 17370-1014), ausgestattet mit einem integriertem Heliumventil. - Rekord für eine (seriengefertigte) mechanische Taucheruhr.

 

 

 
2002:

Eternas Neu-Interpretation der KonTiki (Ref. 15901.40.21.541), wasserdicht bis 200 Meter, dürfte die erste Taucheruhr sein, deren innenliegende Lünette über einen aussenliegenden Rand eingestellt werden kann (will heissen, das an der Lünette angebrachte Oberglass dreht mit der Lünette mit).

 

 

 
2003:

TAG Heuer lanciert den ersten mechanischen Chronographen, der bis zu einer Tiefe von 500 Metern bedienbar ist: Der Aquagraph 2000 (Ref. CN211A.BA0353). Es handelt sich ebenfalls um die erste TAG mit Heliumventil (integriert bei 9). Als Besonderheit lässt sich die Lünette nur dann verstellen, wenn der flache Teil der Lünette an zwei Punkten gleichzeitig heruntergedrückt wird.

 
 

 

 
2003:

Die amerikanische Apnoe-Taucherin Tanya Streeter bricht bei ihrem achten Rekordtauchgang vor der Türkei nicht nur den bisherigen Rekord der Frauen, sondern auch gleich noch den der Männer. Neuer Rekord: Fast 123 Meter in der Kategorie "Variables Gewicht" (Anmerkung: Da Tanya Streeter ein Sponsoring-Engagement mit TAG Heuer unterhält, dürfte sie bei ihrem fast 4 Minuten dauernden Tauchgang von der Aquagraph begleitet worden sein, für deren Lancierung die Sportlerin ursprünglich eingespannt wurde.).

 
 

 

 
2003:

Baume & Mercier stellt am SIHH ihre erste bis 1000 Meter wasserdichte Taucheruhr (mit integriertem Heliumventil bei 9), die Capeland S XXL, vor (siehe Abbildung). Das Gehäuse ist aus Titan gefertigt.

Limes präsentiert in Basel die 1Tausend als Chrono (Ref. U8757-LC1.1) und als Automatik (Ref. U8747-LA1.1), beide Uhren sind bis 1000 Meter wasserdicht.

Von Oris erscheint die TT1 Titan Divers (Ref. 633 7541 7054 RS), ebenfalls bis 1000 Meter wasserdicht und mit Heliumventil ausgestattet (Krone bei 2). Und von Bulgari erscheint die Diagono Professional Scuba Diving 2000 (Ref. SD42SVDAUTO), bis 2000 Meter wasserdicht und mit integriertem Heliumventil ausgestattet. 

 

 

 
2003:

Ebenfalls bis 2000 Meter wasserdicht ist die im selben Jahr präsentierte und auf 250 limitierte Anonimo Professionale (Ref. 6000) mit integriertem Heliumventil (siehe Abbildung).

Der Mühle S.A.R. Rescue Timer (Ref. M1-41-03) dürfte mit einer Wasserdichtheit von 1000 Metern die erste Nichttaucheruhr sein, die für eine solche Tiefe ausgelegt wurde. Im Jahr 2003 folgt nun ein alternatives Modell, der Nautic Timer, mit Drehring für den Taucheinsatz; neu wasserdicht bis 2000 Meter.

Van der Bauwede lanciert die Magnum Diver Riva, die erste Tonneau-förmige Taucheruhr mit Drehring, wasserdicht bis 200 Meter.

 

 

 
2003:

Rolex präsentiert das Jubiläumsmodell (Ref. 16610 LV) der Submariner zu deren 50. Geburtstag: Eine unmerklich veränderte Submariner Date (Zifferblatt mit vergrösserten Indexen/Zeigern) mit erstmals grünem Drehring.

 
     
2003:

Blancpain zum selben Anlass eine auf 150 Stück limitierte Sonderserie der Fifty Fathoms (Ref. 2200A-1130-71).

 
 

 

 
2003:

Die deutschen Taucher Volker Clausen, Manfred Führmann und Chris Ullmann stellen vor dem Panorama Reef mit 224.5 Meter Tiefe den neuen Tauch-Weltrekord mit dem geschlossenen Kreislaufgerät Buddy auf. Gesponsert wurden sie u.a. von Sinn (wobei jedoch unklar bleibt, ob eine Uhr den Tauchgang bestritt).

 
 

 

 
2004:

Certina legt zur Uhren- und Schmuckmesse Basel eine auf 1888 Stück limitierte Neuauflage der DS-3 SuperPH 1000M (Ref. 633.7128.42.61) auf (siehe 1970).

 
 

 

 
2004:

Anlässlich des SIHH stellt Girard-Perregaux eine rund 20mm hohe und bis zu 3000 Meter wasserdichte Variante der Sea Hawk II mit doppeltem Heliumventil vor (siehe Abbildung), die Sea Hawk II Pro (Ref. 49940).

Hublot präsentiert in Basel die unlimitierte Subaquaneus (Ref. 1950.140.1), wasserdicht bis 2000 Meter und ausgestattet mit einer Drehringsperre. 

 

 

 
2004:

Unter dem Namen Aquatimer lanciert IWC eine ganze Produktfamilie, darunter die Aquatimer Automatic 2000 (Ref. 3538), erneut wasserdicht bis 2000 Meter sowie den weltweit ersten Minutenschleppzeiger in Form des Aquatimer Split-Minute Chonographen (siehe Abbildung), wasserdicht bis 120 Meter (Ref. 3723). 

UTS-München stellt ebenfalls eine bis 3000 Meter wasserdichte Taucheruhr vor. Sie ist in dieser Version limitiert auf 200 Exemplare und trägt den Namen Professional Diver; als Besonderheit verfügt sie über eine Drehringsperre. Wie die Aquatimer Automatic 2000 und die Hublot Subaquaneus verzichtet sie auf ein Heliumventil.

 

 

 
2004:

Panerai lanciert ein Modell mit 2500 Meter Wasserdichtheit, sowie einen bis zu 1000 Meter wasserdichten Chronographen. Die Luminor Submersible (Ref. PAM00194, siehe Abbildung) und die Luminor Submersible Chrono (Ref. PAM00187) verfügen beide über ein integriertes Heliumventil.

Swatch lanciert die (Quartz-betriebene) Fun Scuba Collection – es handelt sich um die erste Swatch mit integriertem Tiefenmesser.

Die Kobold SEAL ergänzt das Taucheruhren-Sortiment des amerikanischen Herstellers; die Uhr ist wasserdicht bis 1000 Meter und verfügt über ein integriertes Heliumventil.

 

 

 
2005:

Unter dem Namen „Planet Ocean“ lanciert Omega erstmals seit Jahrzehnten wieder eine Taucheruhr, die für mehr als 300 Meter Tiefe ausgelegt ist: Die Seamaster Professional 600, wasserdicht bis 600 Meter, erscheint in mehreren Gehäuse- und Farbvarianten. Sie verfügt über ein externes Heliumventil, die Gestaltung orientiert sich an der ersten Seamaster 300 (siehe hierzu auch 1957). Von Mühle erscheint eine weitere bis 1000 Meter wasserdichte Taucheruhr unter dem Namen Rasmus (Ref. M1-28-12); sie verfügt über ein integriertes Heliumventil.

 

 

 
2005:

Von Swiss Military wird in Basel der erste mechanische Tauch-Chronograph mit einer Wasserdichtheit von 3657 Meter lanciert; die Bezeichnung der Uhr lautet somit auch schlicht und einfach 12000 Feet.

Es ist zugleich die erste (seriengefertigte) mechanische Taucheruhr überhaupt, die eine solche Tiefenangabe mitbringt.

 

 

 
2005:

Eterna präsentiert die KonTiki Concept Dive Watch (Ref. 1594.41.40.1154) mit einem aufklappbarem Gehäuse (primär zum Schutz der Krone). Die Uhr verfügt wie die 2002 lancierte KonTiki (Ref. 15901.40.21.541) über einen inneren Drehring, der über den äusseren Rand bedient wird

Während man vor drei Jahren aber noch bei 200 Meter Wasserdichtheit einen Schlussstrich ziehen musste, schaffte man es bei der Concept Dive Watch auf 1000 Meter.

 

 

 
2005:

Unter der Bezeichnung U-1 (Dreizeigermodell) und U-2 (GMT) lanciert Sinn zwei neue Taucheruhrenmodelle aus demselben Stahl, aus welchem auch die Aussenhülle der deutschen U-Boot-Klasse 212 gefertigt ist. Diesem Stahlgemisch wird werbewirksam eine höhere Seewasser-Beständigkeit zugesprochen. Ebenfalls verfügen die Modelle über eine spezielle Gehäuse-Tegimentierung zur höheren Kratz-Resistenz.

Das Modell U-1 ist bis 1000 Meter, das Modell U-2 bis 2000 Meter wasserdicht.

 

 

 
2006:

Am 1. August erreicht Chief Navy Diver Daniel P. Jackson vor der Küste Californiens mit gepanzertem Tauchanzug die laut Navy Rekordtiefe von 2000 Fuss (umgerechnet rund 609 Meter); Ziel des Tauchgangs war die reale Erprobung des neuen „Atmospheric Diving System (ADS)“ oder „Hardsuit 2000“ des kanadischen Unternehmens OceanWorks International. Jackson selbst kommentierte seinen Tauchgang folgendermassen: “When I started to travel back up, all the lights looked like a shower of stars going down as I was coming up. It was the best ride in the world.”

 
 

 

 
2006:

Pita Barcelona stellt mit der Oceana erstmals ein Konzept einer Taucheruhr vor, die ohne Krone auskommt (siehe Abbildung) - das Werk wird über den Boden gestellt. Als angepeilte Tauchtiefe wird 5000 Meter genannt - eine Leistung, die 2009 dann auch tatsächlich erreicht wird.

 

 

 
2006:

Der Apnoe-Taucher Carlos Coste stellt am 9. Mai in der Kategorie „variable Gewichtsklasse“ den neuen Weltrekord auf: 140 Meter. Begleitet wurde er von der bis 2000 Meter wasserdichten Uhr seines Sponsors, die auf 2000 Stück limitierte Oris TT1 in Titan (Ref. 643 7584 71 54). Die 2006 vorgestellte, 47mm grosse „Carlos Coste Edition“ mit kleiner Sekunde verfügt über ein Saphirglas von beachtlichen 6.3mm Dicke und ein Heliumventil bei 2 Uhr.

 
 

 

 
2007:

Rekorde werden, zumindest was die Druckfestigkeit betrifft, vorerst erneut keine gebrochen. Dafür bricht eine wahre Nostalgie-Welle los: Breitling bspw. lanciert zum 50jährigen Jubiläum der Uhr eine Hommage an die SuperOcean (Dreizeigeruhr und Chronograph).

 

 

 
2007:

Blancpain lanciert die 50 Fathoms im Design des Ur-Modells (und wirft u.a. noch einen Chronographen und weitere Komplikationen nach).

Longines bringt ebenfalls eine Hommage eine vergangene Zeiten mit der Legend Diver.

 

 

 
2007:

Omega lanciert innerhalb der Museums-Kollektion eine Neuauflage der Marine zu deren 75jährigem Geburtstag (siehe Abbildung).

Jaeger-LeCoultre lanciert mit der Master Compressor Diving auf der anderen Seite eine ganze Kollektion mechanischer Taucheruhren mit einem zeitgemässen Look. Darunter auch eine Version mit mechanischem Tiefenmesser.

 

 

 
2007:

Mit dem U1000 Chronographen (resp. EZM 6) präsentiert Sinn erstmals einen bis 1000 Meter wasserdichten Zeitmesser, dessen Drücker ebenfalls bis zu dieser Tiefe bedienbar sind (siehe Abbildung).

Der österreichische Freitaucher Herbert Nitsch setzt vor Griechenland in der Kategorie No Limits mit 214 Metern Tiefe einen Weltrekord mit variablem Gewicht.

     
2008:

Die in diesem Jahr massiv vergrösserte Sea-Dweller von Rolex (siehe Abbildung) kriegt nicht nur den Namenszusatz "Deepsea" (Ref. 116660), sondern stellt mit 3900 Meter Wasserdichtheit auch einen neuen Tiefenrekord auf, was seriengefertigte mechanische Armbanduhren betrifft.

Jaeger-LeCoultre präsentiert am SIHH die Neuauflage der legendären Polaris in zwei Ausführungen.

Favre-Leuba präsentiert eine moderne Interpretation der Bathy (als Bathy V2, Ref. 10304.T1.0000), der Tiefenmesser reicht bis 45 Meter. Die Uhr selbst ist bis 300 Meter wasserdicht.

 

 

 
2009:

IWC führt mit der Deep Two (Ref. IW354702) innerhalb der komplett überarbeiteten Aquatimer Linie wieder ein Modell mit mechanischem Tiefenmesser ein. Die Uhr ist bis 120 Meter wasserdicht und misst die Tauchtiefe bis 50 Meter.

 
 

 

 
2009:

Swiss Military bricht mit der 20'000 Feet (ca. 6000 Meter) erneut den aktuellen Tiefenrekord - und das einerseits bei den mechanischen Chronographen, andrerseits auch bei den mechanischen Dreizeigeruhren (siehe Abbildung).

Die erste Taucheruhr (G021 Sport) aus dem Haus Pierre Kunz zeichnet sich durch einen zusätzlichen Zylinder am linken Gehäuserand aus, der die aktuelle Tauchtiefe bis max. 80 Meter anzeigen kann (die Uhr selbst bleibt bis 100 Meter dicht).

Am SIHH enthüllt Jaeger-LeCoultre nebst Stahlversion auch eine Master Compressor Diving Pro Geographic Navy SEALs in Rotgold (Ref. 1852470) - erneut (siehe auch 2007) mit mechanischem Tiefenmesser. Die 46mm grosse Uhr ist auf 300 Stück limitiert und bis 300 Meter wasserdicht, der Tiefenmesser geht bis 80 Meter.

 

 

 
2009:

Die Pita Oceana, wenn auch schon 2006 erstmals vorgestellt, erreicht in diesem Jahr Serienreife. Das bis 5000 Meter wasserdichte Modell verfügt als Besonderheit über ein Gehäuse, das ohne Krone auskommt (Bedienung erfolgt über den Gehäuseboden).

 
 

 

 
2009:

Omega lanciert an der Baselworld die lang erwartete Re-Edition der Seamaster 600 Ploprof (Ref. 224.30.55.21.01.001). Das neu bis 1200 Meter wasserdichte Modell trägt den damaligen Spitznamen erstmals offiziell.

Auch Oris lanciert in diesem Jahr eine unübersehbare Neuheit: Die Prodiver (Ref. 674.7630.71.54.MB) kommt mit einem 51mm Titangehäuse, bleibt bis 1000 Meter wasserdicht, verfügt über ein integriertes Heliumventil und eine Keramik-Lünette.
Als Besonderheit verfügt sie über eine Drehringsperre - die am Rand gummierte Lünette kann nur dann verstellt werden, wenn sie leicht angehoben wird.

 

 

 
2009:

Blancpains 500 Fathoms (Ref. 50015-12B30-52B) ist wasserdicht bis 1000 Meter und stellt somit einen neuen Tiefenrekord innerhalb der Fifty Fathoms Linie auf.

 
     
2009:

Ebenfalls durchbricht Tudor mit der Hydro 1200 (Ref. 25000) erstmals die Firmen-eigene 1000-Meter-Grenze.

Swatch lanciert mehrere mechanische Chronos, und mit den Modellen "Sign in the Sky" (Ref. SVGK403) und "Simply Pure" (Ref. SVGK402) gleich zwei mit Drehlünette. Die Wasserdichtheit liegt aber bei lediglich 30 Meter.

     
2009:

Und auch Seiko verfügt mit der Prospex Marinemaster 1000 (Ref. SBDX011) nun erstmals auch über ein mechanisches Taucheruhren-Modell, das für diese Tiefe ausgelegt wurde. 

Breguet präsentiert relativ überraschend mit der Marine Royale 5847 eine entsprechend exklusive Taucheruhr mit Wecker, gezeigt werden in Basel eine rotgoldene Version (Ref. 5847BR325ZU) sowie eine weissgoldene (Ref. 5847BB325ZU), beide sind bis 300 Meter wasserdicht. Preislich geht's bei CHF 45'000.- los.

 

 

 
2009:

Der Franzose Stéphane Mifsud stellt im Zeittauchen einen neuen Weltrekord auf - 11 Minuten und 33 Sekunden bleibt er ohne Luftversorgung unter Wasser.

 
     
2010:

Der mittlerweile von Breitling unterstützte Apnoe-Taucher Herbert Nitsch stellt mit 124m in der Kategorie konstantes Gewicht einen weiteren Rekord in seiner Karriere auf. In der selben Kategorie ohne Flossen schafft er es drei Tage später auf 120m, ebenfalls neuer Weltrekord.

 
 

 

 
2010:

Die junge spanische Marke Aeronaval Instruments Manufacture präsentiert in diesem Jahr erstmals ein Modell, dass laut eigenen Aussagen bis 12000 Meter wasserdicht sein soll.

Audemars Piguet lanciert erstmals eine unlimitierte Taucher-Version der Royal Oak Diver. Die 42mm grosse Uhr mit innenliegender Lünette bietet eine Wasserdichtheit von 300 Meter.

 
 

 

 
2011:

Die Ball Watch Company stellt mit der Engineer Hydrocarbon Deep Quest ein Taucheruhrenmodell mit 3000 Meter Wasserdichtheit vor.

Delma ebenfalls: Mit der Santiago Blue Shark zeigt auch diese Marke an die Baselworld eine Erweiterung für die immer noch überschaubare Fraktion der bis 3000 Meter wasserdichten Taucheruhren.

     
2011:

Hublot präsentiert auf der anderen Seite mit der King Power Diver Oceanographic (Ref. 731.NX.1190.RX) zwar keine eigentlich Rekorduhr, aber immerhin die erste mechanische Taucheruhr mit einer Tiefenangabe von mehr als stattlichen 4000 Metern. Als Besonderheit verfügt die mit 47mm Durchmesser äusserst markante Uhr über einen gesicherten inneren Drehring.

Ein zweites Modell im Karbongehäuse (Ref. 731.QX.1140.RX) geht nebst der Variante in Titan an den Start.

Omega präsentiert eine leicht überarbeite Seamaster Planet Ocean Kollektion, erstmals findet Titan als Gehäusematerial Verwendung in der Reihe.

 

 

 
2011:

Noch tiefer wagt sich die junge deutsche Marke H20, sie testet in diesem Jahr das Gehäuse der Kleinserie namens Kalmar auf eine Tiefe von 6000m und gesellt sich damit auf eine Stufe mit der 2009 vorgestellten Swiss Military 20'000 Feet.

 
 

 

 
2011:

Blancpain stellt mit der mehr als beeindruckenden X Fathoms (Ref. 5018-1230-64) eine bis 300 Meter dichte Konzeptuhr mit mechanischem Tiefenmesser vor (Präzision +/- 30cm), die synchron sowohl Maximaltiefe bis 90 Meter, aktuelle Tiefe bis 15 Meter sowie aktuelle Tiefe bis 90 Meter misst, und zudem noch Dekostopps mit einer manuell auslösbaren, retrograden 5-Minuten-Anzeige sichtbar macht.

Oder mit anderen Worten: Blancpain hat es geschafft, einen ausgewachsenen Tauchcomputer ohne jede Elektronik zu entwickeln.

Die Marke Aquadive meldet sich gegen Jahresende zurück, zwar ohne Tiefenmesser, dafür mit bis zu 3000 Meter Wasserdichtheit bei der 47mm grossen Bathyscaphe 300.

     
2012:

UTS München erhöht nach 8 Jahren bei der Professional Diver die Wasserdichtheit auf 4000m, die Uhr bringt's damit auf 45mm Durchmesser und 17,5mm Höhe.

Die anschliessende Baselworld kommt vorerst ohne grosse Sensationen aus. Ball Watch Co. präsentiert mit dem bis 600m wasserdichten Chrono Engineer Hydrocarbon NEDU (Ref. DC3026Aff) aber immerhin die erste Kombination von Aufzugskrone und Heliumventil, und Maurice Lacroix kombiniert bei der bis 200m wasserdichten Pontos S den Chrono-Drücker erstmals mit der Bedienung für den innenliegenden Drehring.

Hublot präsentiert ein Jahr nach dem Dreizeigermodell die bis 1000 Meter wasserdichte Oceanographic als Chronograph (Ref. 732.NX.1127.RX).

     
2012:

Die bis 500 Meter wasserdichte Pelagos (Ref. 25500TN) von Tudor (siehe Abbildung) dürfte innerhalb des Rolex-Konzerns die erste Serienuhr mit Titangehäuse sein. Abgerundet wird das überzeugende Paket mit einer variablen Faltschliesse.

Mit der im Sommer gezeigten Supermarine 2000 (Ref. S2000/BK) bietet Bremont ab 2013 ebenfalls eine Taucheruhr für bis zu 2000 Meter Tiefe an. Die 45mm grosse Uhr basiert grundsätzlich auf der 2mm kleineren, 2009 lancierten Supermarine 500.

Die eigentliche Sensation folgt dann kurz nach Schliessung der Messe:

 

 

 
2012:

Mit dem unglaublichen Zifferblattaufdruck "39370ft/12000m" präsentiert Rolex am 20. März 2012 mit der Rolex Deepsea Challenge eine praktisch nicht mehr zu toppende Sensation: Die Uhr knüpft 60 Jahre später an den Technologieträger Deep-Sea Special an und wurde eigens geschaffen, um die unter der Führung von Regisseur und Tiefseeforschers James Cameron geplante zweite bemannte Expedition zum Marianengraben zu begleiten. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin basiert die Uhr aber zumindest optisch auf der Sea-Dweller Deepsea.

Die beeindruckende Uhr bringt ebenso beeindruckende 51.4mm Durchmesser mit, bei einer Bauhöhe von 28.5mm, wovon alleine 14.3mm auf das Saphirglas entfallen. Der Gehäuseboden ist wie bei der kleinen Schwester aus Titan gefertigt, im Innern des Prototyps tickt wie gewohnt ein Chronometer-geprüftes 3135.

Am 25. März schliesslich startet Cameron mit dem Ein-Mann-U-Boot „Deepsea Challenger“ nach achtjähriger Entwicklungszeit seine Expedition und erreicht als erster Mensch auf einem Solo-Tauchgang die Tiefe von 10898m – die erste Meldung: “All systems okay“. Mit dabei: Die Rolex Sea-Dweller Deepsea Challenge. Also quasi schon wieder.

 
 

 

 
2013:

Die deutsche Marke Helberg bringt mit der CH1 eine - je nach gewählter Boden-/Glas-Kombination - bis 6000 Meter wasserdichte Uhr auf den Markt, die optisch der originalen Deep-Sea Special von Rolex nachempfunden ist.

 
     
2013:

Ähnlich der in den 60er-Jahren eingesetzten Uhren mit Kapillartiefenmesser präsentiert Oris mit der Aquis Depth Gauge (Ref. 733 7675 4154) eine Taucheruhr mit mechanischem Tiefenmesser.

Der Durchmesser liegt bei stattlichen 46mm, die Wasserdichtheit bei 500 Meter, der Tiefenmesser geht bis 100 Meter im Gegenuhrzeigersinn (aktiviert über eine Öffnung bei 12 Uhr). Besonders erfreulich: Der Preis liegt (bei einem sehr überschaubaren Angebot an mechanischen Uhren mit Tiefenmesser) bei vergleichsweise zivilen CHF 3‘500.- inkl. Stahlband.

 

 

 
2014:

IWC überarbeitet seine gesamte Aquatimer-Familie. Erstmals kommt dabei ein innenliegender Drehring zum Einsatz, der mittels Kupplung von aussen zu bedienen ist und im Falle der Aquatimer 2000 (Ref. 358002) sogar bis 2000 Meter dicht bleibt.

     
     
     
 

 

Offen für Neues 


Nach Durchsicht der Liste sollte mittlerweile klar sein, worin die Schwierigkeit beim Erstellen der selben liegt: Private Label-Produktionen, wechselnde Mitarbeiter, unsorgfältig geführte Firmengeschichten oder Wunschdenken der Hersteller resp. Sammler, verschwundene Modelle, wechselnde Firmen-Besitzverhältnisse etc. tragen nicht unbedingt dazu bei, heute noch in jedem Fall gesicherte Fakten über einen Zeitraum von über 50 Jahren (beschränkt man sich alleine auf Uhren) zu recherchieren. 
  
In den Fällen, in welchen weitere Informationen vorerst nicht mehr zu erwarten sind, wurden die Angaben deshalb in den Konjunktiv gesetzt, resp. auf entsprechende Theorien/Unstimmigkeiten hingewiesen. 
  
Dennoch bin ich überzeugt, dass auch die bisher noch unbestätigten Modelle der Vollständigkeit halber Erwähnung verdienen – und hoffe natürlich, der eine oder andere Leser möge zur folgenden Liste noch ein paar Daten beisteuern, damit die Modelle möglichst bald nach oben, an ihren angestammten Platz rutschen – oder gar Hinweise auf bisher gänzlich unberücksichtigte Meilensteine liefern:

Vermutlich um 1965 (teilw. auch mit 1969 angegeben): Orient lanciert die King Diver 1000 (Ref. CB349-11340). Die 36mm grosse Uhr im kissenförmigen Gehäuse kam zu einem Preis von 18'500 Yen in den Handel und war – wie die Bezeichnung schon andeutet – bis 1000 Meter wasserdicht. Es dürfte somit die erste asiatische Taucheruhr sein, die bis zu dieser Tiefe Wasserdichtheit versprach, selbst wenn die Quelle dieser Uhr in der Schweiz zu suchen ist (siehe hier).

Irgendwann in den 60er-/70er-Jahren lanciert Rodania mit der Super Suisso 3000 (evtl. Ref 2372.2) eine bis 1000 Meter wasserdichte Taucheruhr im Einschalengehäuse. Mehrere Zifferblattvarianten der stattlichen Uhr sind erhältlich (schwarz-grün, grau-gelb).

Vermutlich um 1970/71: Sandoz lanciert die Typhoon 1000M (Ref. 1745Z-84-5). 1000 Stück werden produziert. Die Uhr wurde auch baugleich unter der Marke "Betina" vertrieben.

Vermutlich nach 1980: Von Candino erscheint die Candino 100ATM / 1000m (Ref. 1.187.1.0.04.), welche ebenfalls unter dem Markennamen Beuchat geführt wurde und beim französischen Militär Verwendung fand. Weitere Varianten tragen u.a. die Markenbezeichnung Eagle Star oder Luxor.

Vermutlich nach 1990: Sector lanciert einen automatischen Tauch-Chronographen, dessen Gehäuse bis 1000 Meter wasserdicht bleibt. 

Vermutlich 1980: Ein Taucher der Comex wird während des Projektes Janus IV in einer Tauchglocke auf die Rekordtiefe von 460 m herabgelassen. Auch er wird von einer Sea-Dweller begleitet.

 

 

 

LITERATURHINWEIS (u.a.)
Spencer Dunmore „Gesunkene U-Boote“, ISBN 3-89910-173-1 
David Miller und John Jordan „Moderne Unterseeboote“, ISBN 3-7276-7088-6 
Norbert Gierschner „Lockende Meerestiefen“, ISBN 3-275-01281-9 
Marco Richon „Omega Saga“, ISBN 2-883380-010-3 
Antony Preston “Die Geschichte der U-Boote”, ISBN 3-86070-697-7
Lutz Odewald, Hedda Thomsen und Klaus Kuisys “Historie – Faszination Tauchen“, ISBN 3-86132-555-1
Jeffrey Tall „Unterseeboote und Tiefseefahrzeuge“, ISBN 3-7043-9016-X 
Hillary Hauser "Abenteuer unter Wasser", ISBN 3-86132-221-8 
National Geographic: Die grossen Forscher und Entdecker (DVD, ca. 60 Minuten) 
National Geographic: Todesfalle U-Boote (DVD, ca. 60 Minuten) 
National Geographic: Ausgabe 09/03 (Deutschland) 
Tauchen: Ausgabe 9/03 
Gisbert L. Brunner/Christian Pfeiffer-Belli "Wristwatches Armbanduhren Montres-bracelets", ISBN 3-8290-0660-8 
Gisbert L. Brunner/Christian Pfeiffer-Belli "Swiss Wristwatches - Chronology of Worldwide Success", ISBN 0-88740-301-8
Lucien F. Trueb "Die Zeit der Uhren", ISBN 3-87188-009-4
Kesaharu Imai "Rolex 2421 Uhren", ISBN 3-7667-1308-6
Kahlert, Mühe, Brunner "Armband Uhren", ISBN 3-7667-1488-0
Michael Philip Horlbeck „Der Armbandwecker – die Geschichte einer unterschätzten Komplikation“, ISBN 3-89880-003-2 
Neue Uhrmacher-Zeitung Ulm, Ausgabe 12/1969 (Artikel von Hans Pleuger "Auch nach der Reparatur: Wasserdicht bis 100 Meter Tauchtiefe" sowie Georg Schindler "Ein Spezialthema: Die Taucheruhr")
Die Uhrmacher-Woche 29/30 1942 (Artikel "Die wasserdichte Uhr")
Technik und Reparatur (Artikel von L. Defossez "Die Taucheruhr") 
Schweizer Uhren und Schmuck Journal, ca. 1962 (Artikel von L. Defossez "Die Tiefseeuhr") 
Trevor Norton „In unbekannte Tiefen“, ISBN 3-352-00637-7
Robert D. Ballard „Tiefsee“, ISBN 3-548-24771-7
Michael Jung “Das Handbuch zur Tauchgeschichte”, ISBN 3-925342-35-4 
John Goodall "Eine Reise durch die Zeit. Die bemerkenswerte Geschichte von Seiko." 
Konrad Knirim "Militäruhren - 150 Jahre Zeitmessung beim deutschen Militär", ISBN 3-89355-232-4 
Zygmunt M. Wesolowski "A concise Guide to Military Watches", ISBN 1-86126-304-X, Marvin E. Whitney "Military Timepieces", ISBN 0-918845-14-9
Klassik Uhren 2/2000
Marco Richon "Omega - Reise durch die Zeit", ISBN 978-2-9700562-1-8
 

 

 

PAGE INFO
Year of first Publication: 2003
 


© 2000 - 2014 Roger Ruegger. All rights reserved. Any unauthorised use of material published may violate copyright laws.

Der Inhalt dieser Website (mit Ausnahme z.T. verwendeter royalty free sound loops) ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten.
Der Betreiber ist in keiner Weise für den Inhalt oder die Korrektheit einer mit dieser Website verlinkten, nicht vom Autor betriebenen Internet Site (und deren Seiten) verantwortlich.