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Hassliebe

Die ultimative Luxusuhr für Anfänger ist und bleibt Rolex. Die unbestrittene Taucheruhr ist und bleibt die Rolex Submariner. Schon 007 hat dank ihr nicht nur Bösewichte flachgelegt (nein, liebe Pierce Brosnan Fans: Sean Connery trug keine Seamaster...). 

Die wahrscheinlich meist gehasste Uhrenmarke ist ebenfalls Rolex; sei’s durch ihre Dominanz, durch ihre Vertriebspolitik oder durch das Auftreten gewisser Rolex-Träger. Nicht nur deshalb dauerte es zehn Jahre, bis ich endlich die Sub in Stahl ohne Datum mein Eigen nennen konnte. Dazwischen lag eine Tudor Submariner, eine Omega Seamaster und mancher Frust. 

Zum Beispiel der Kauf:


Eine Tragödie in zwei Akten: 

((Ein Uhrengeschäft an der Zürcher Bahnhofstrasse, Tür geht auf; Verkäufer kommt von hinten nach vorne, fragender Blick. Passant beginnt euphorisch Gespräch.)) 

Käufer: „Guten Tag, ich habe mich entschlossen, meine hart erarbeiteten Ersparnisse in ein sehr teures Lifestyle-Produkt zu investieren. Und, ich gratuliere, als Anlageobjekt habe ich mir eines der von Ihnen geführten Produkte ausgesucht. – Ein Kindheitstraum von mir. Also, haben Sie zufälligerweise ein Rolex-Sportmodell in Stahl?“ 

Verkäufer: „Nein.“ 

((nach längerer Pause)) 

Käufer: „Das ist jetzt für mich eine völlig neue Situation; beginnen wir also besser nochmals von vorn: Ich möchte rund 4‘500 Franken (also das Durchschnittseinkommen eines Schweizers) für eine Rolex-Uhr ausgeben. Bei Ihnen. Geht das?“ 

Verkäufer: „Nein.“ 

Käufer: „Bitte. Ich träume schon so lange davon.“ 

Verkäufer: „Nein.“ ((wendet sich gelangweilt ab und beginnt, nebenbei einen Stapel Broschüren neu zu ordnen.)) 

Käufer: „Habe ich vielleicht was falsch gemacht?“ 

((Der Verkäufer hört offenbar gar nicht mehr zu, sortiert weiter.)) 

Käufer: „Ich wäre auch gerne bereit, mich auf eine Warteliste setzen zu lassen.“ 

Verkäufer: „So was haben wir gar nicht. Kann ich sonst etwas für Sie tun?“ ((Jetzt blickt der Verkäufer erstmals wieder auf und lächelt sein einstudiertes Lächeln.)) 

Passant: „Nein danke, entschuldigen Sie bitte die Störung. Ich gehe dann wohl besser zurück zur Bank; mit so viel Bargeld soll man ja besser nicht herumlaufen.“ 

Verkäufer: „Ja. Tun Sie das.“ 

((Wendet sich wieder seinen Broschüren zu.)) 

Passant: „Einen schönen Tag noch.“ 

((Der Verkäufer wartet, bis der Passant das Geschäft verlassen hat und verschwindet dann wieder hinten im Laden.))


Wie man eine Rolex kauft: Zweiter Akt. 

((Das selbe Uhrengeschäft an der Zürcher Bahnhofstrasse, Tür geht auf; neuer Verkäufer kommt von hinten nach vorne, fragender Blick. Passant beginnt euphorisch Gespräch.)) 

Käufer: „Guten Tag, ich habe gesehen, dass Sie auch Uhren der Marke der Oris führen. Ein Modell interessiert mich ganz speziell.“ 

((Die Miene des Verkäufers erhellt sich, man könnte schon fast meinen, er lächle.)) 

Verkäufer: Aber sicher doch! Nehmen Sie bitte Platz! 

((Etwas irritiert setzt sich der Käufer an den ihm zugewiesenen Platz.)) 

Verkäufer: „Welches Modell darf ich Ihnen zeigen?“ 

Käufer: „Es gibt da so ein sportliches Taucher-Modell; im Prospekt sah das wunderbar aus.“ 

Verkäufer: „Oh, ich bedauere. Ich weiss, welches Modell Sie meinen; aber an der letzten Uhrenmesse mussten wir für uns feststellen, dass wir dieses Modell unserer Kundschaft nicht zumuten können. Der Verarbeitungsstandard und insbesondere das verwendete Damen-Uhrwerk entspricht nicht unserer Überzeugung.“ 

Käufer: „Schade. Für mich war dies eine echte Alternative zu meiner Omega Seamaster.“ 

Verkäufer: „Omega... ((verdreht die Augen und blickt nach oben)) wissen Sie, mit sechs Monaten Garantie auch nicht gerade das Non-plus-ultra für eine Taucheruhr und schon gar kein Vergleich zu einer Rolex. – Eine interessante Uhr übrigens, die Sie da tragen, was ist das?“ 

Käufer: „Oh, danke. Das ist eines meiner liebsten Stücke, eine Sinn 142 mit Lemania-Werk. Unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Und natürlich haben Sie recht – ich weiss als Sammler um die Vorzüge eines Erzeugnisses aus dem Hause Rolex. Aber die sind ja leider fast unmöglich zu erhalten.“ 

Verkäufer: „Ach, seien Sie unbesorgt, wir kriegen jeden Monat mindestens eine Sea-Dweller. Wenn Sie möchten, rufe ich Sie an.“


Fazit
Die Submariner ist wahrscheinlich etwas vom Besten, was man sich antun kann und tickt. Verliert nie an Wert, geht nicht kaputt, und kommt nie aus der Mode. Ausserdem fehlt beim hier beschriebenen Modell zum Glück die sehr gewöhnungsbedürftige Lupe; und die „GTI-Zusatztexte“ auf dem Zifferblatt (Super-hyper-enormously-ultimate-more-precise-than-anything-else-chronometer etc.) vermisse ich auch nicht. Dennoch ist der Kauf meistens ein Frust, die Verpackung lächerlich und das Endresultat wohl: Endlich! – Hab ich das Scheiss-Ding.


 
 

PAGE INFO
Year of Publication: 2001

LINK SUGGESTION
Rolex Sea-Dweller


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